Mittwoch, 16. Juli 2008

Welcome to Hollywood

Hey Leute,

es ist Nacht in Hollywood und morgen früh geht mein Flieger Richtung Heimat. Ich kann es noch garnicht fassen.
Seit 2 Tagen bin ich nun schon in Los Angeles, genauer in Hollywood und habe hier ein bisschen Ami-Feeling geschnuppert...im wahrsten Sinne des Wortes, denn was wie "bewölkt" aussieht, ist in Wirklichkeit SMOG! Es hängt eine riesige Smog-Wolge über der ganzen Stadt, vor allem aus dem Flieger ein beeindruckendes (oder eher erschreckendes?) Bild.
Mein Hostel hier ist direkt am Hollywood Boulevard, besser bekannt als "Walk of fame", auf dem alle "Stars" mit einem schicken Stern verewigt sind. Eigentlich ist in der Strasse aber nicht viel los...es ist einfach nur eine stinknormale Strasse mit Sternen im Boden. Natürlich gibts auch eine Stelle, die da schon interessanter ist: Rund um das Kodak Theatre (wo jährlich die Oscars verliehen werden) ist schon etwas mehr los. Dort ist auch das berühmte "Grauman's Chinese Theatre", vermutlich eines der besten (wenn nicht DAS beste) Kino der Welt. Das konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen und war gestern abend in Hellboy II: The golden Army. Was für ein Spektakel. Ich will auch so ein riesiges schicken Kino mit Digitalem hochauflösender Projektion und Sound. Sowas hab' ich noch nicht erlebt...

Heute ging es dann den ganzen Tag in die Universal Filmstudios, die Hauptstadt des Entertainment, wie sie sich brüsk selbst nennen. Und ja, es ist sehr beeindruckend. Im Prinzip besteht der Komplex aus 3 großen Teilen: 
1.Universal City, eine "Einkauftsstrasse" mit jede Menge Flackerwerbung und unendlich vielen Souvenir-Shops und Fressbuden
2. Theme Park: Ein Vergnügungspark Marke Holiday/Europa Park. Natürlich alles etwas spektakulärer und nur mit Filmthemen. Aber nicht zu vergleichen mit Disneyworld o.ä., soo viele Attraktionen gab es tatsächlich nicht. Genial war aber die brandneue Simpsons Krustyland Ride. Das ist die Zukunft der Achterbahn. Im Prinzip war es ein Achterbahn-Simulator in 3D-Umgebung und man wird mit seinem Wagen durch Krustyland und anschließend Springfield geschleudert, inkl. Wasser und Schockeffekten. Der beste Simulator, den ich je erfahren habe. Natürlich nicht zu vergleichen mit einem richtig guten Rollercoaster ;)
Dann gings zum Wasserspektakel Jurassic Park, bei dem man SEHR nass wurde und noch eine Dunkel-Achterbahn mit dem Thema "Die Mumie" (The Mummy). Das eigentlich Interessante ist aber die 
3. Universal Studios Tour: Dabei fähr man mit einem Bummel-Bähnchen durch die richtigen Universal Filmstudios und kann Kulissen und Orginal-Drehorte von Filmen besichtigen. Beeindruckend war z.B. das Set von "Krieg der Welten" (Steven Spielberg), bei dem eine echte Boeing 747 in einem Endzeit-Set zerstückelt rumliegt. Aber auch ganze Westernstädte, Mexiko-Locations (unter anderem wurden hier Szenen von Indy IV gedreht, YEAH) und sogar das Norman Bates-Motel aus "Psycho" steht noch. Leider ist ja bekanntlich vor ca. 1-2 Monaten das Set von "Zurück in die Zukunft" abgebrannt, sonst hätte man den bekannten Dorfplatz von Hill Valley auch noch besichtigen können...aber naja. Dafür hat man in der "Street of Cars" eben die original Autos aus den Filmen gesehen, u.a. eben auch den DeLorean aus den besagten Filmen. Schon irre, das Ding mal "in echt" zu sehen. Es hab auch ein Requisiten-Museum, in dem man z.B. den Transmitter, den E.T. baut um "nach Haaaaause" zu telefonieren, begutachten kann.
Natürlich gab es noch viel mehr, aber das würde jetzt hier zu weit führen.

Heute abend war ich Amerika-gerecht ins "Jack in the box" Abend essen (ist natürlich ne Burger-Kette). Für umgerechnet 3 Euro bekommt man hier eine bodenlose Cola, einen Riesenburger und ne große Pommes...kein Wunder warum die alle so fett sind. Vor mir haben alle noch 3 Beilagen bestellt...Mozzarella-Sticks...Nachos...usw. Die freundliche Bedienung hat sich schon gewundert, als ich NUR eine "middle" Combo bestellt habe...

Tja, morgen früh geht es wie gesagt los. Dann bin ich wieder im schönen Deutschland. Nein wirklich, ich freue mich. Andere Kulturen, andere Sitten und generell andere Länder sind eine tolle Sache, aber ebenso wie mir das Reisen Spass gemacht hat, freue ich mich wieder auf zu Hause. Auf meine Freundin, auf meine Familie und Freunde und auf gutes Essen :)

Das ist übrigens nicht der letzte Eintrag. Ich schulde euch noch ein paar Bilder. Die werde ich von zuhause aus nachreichen, wenn ich endlich mal ein bisschen mehr Zeit habe.

Nichtsdestotrotz nehme ich jetzt schon Anmeldungen für die ausführliche "Dia-Show" bei mir entgegen, inkl. Ur-Pils und ordentlichen Schwenkern ;) Verpflegung geht auf mich.

Wir sehn uns!

Montag, 14. Juli 2008

Montueka, Abel Tasman, Wellington

Soo, ich bin zurück in Auckland und mein Flieger in Richtung L.A. geht in 7 Stunden. Deshalb bin ich etwas im Stress, weil ich hier noch einige Sachen zu erledigen habe.


Die letzte Etappe unserer Südinsel-Tour führte nach Montueka. Diese kleine Stadt liegt im Norden der Südinsel und ist hauptsächlich eine Basisstation für Backpacker, die in den nahegelegenen Abel Tasman National Park wollen. Dieser Park ist einer der Angesehensten weltweit und punktet mit Dschungel, goldenen Stränden, Kayak-Möglichkeiten und Seehunden auf. Nachdem wir nach einer schier endlosen Autofahrt von Greymouth im Hostel eingecheckt haben, ging abends nicht mehr viel. Wir haben für den kommenden Tag eine Kombi aus Kayak und Hiken gebucht. Dafür mussten wir dann schon um 7 Uhr aufstehen und zum Park "rüberfahren" (rüber ist gut, weil man erst noch über einen verschneiten Bergpass muss). Dort angekommen, durfen wir in schicke Kayak-Klamotten schlüpfen (ich hatte eine modische rot/violett/dunkelgrün - Kombination) und dann ging es ab in die -100 Grad kalte Abel Tasman Bucht. Erstaunlicherweise wurde einem beim Paddeln aber relativ schnell warm. Wir haben ein paar Küsten angesteuert und eine Seehund-Insel besucht, auf der die faulen Tiere eigentlich nur rumgelegen haben. War aber ja auch Wochenende!
Anschließend wurden wir an einem Strand abgesetzt und mit ein paar Tipps konnten wir uns unseren Weg zurück zur Basisstation bahnen. Wir haben uns entschieden, einen kleinen Umweg zu gehn. Nach 2 Wochen Hiken haben wir die empfohlene Hike-Dauer nahezu halbiert und so wussten wir, dass wir noch ewig Zeit hatten. Der Track ist wirklich schön und man läuft durch Dschungelgebiete, vorbei an kleinen und größeren Wasserfällen, tollen Ausblicken und versteckten Seen. Nach 6h sind wir wieder am Auto angekommen und haben uns erschöpft in den Hostel-eigenen Spa geworfen (ich bin süchtig, so ein Ding brauch ich auch!).

Am nächsten Morgen ging es dann mit letzter Kraft nach Picton, wo wir unser Auto abgegeben haben. Die Kiwis sind einfach so cool: "Ist genug Benzin drin?" - "Jo!" - "OK, alles klar. Tschüssi". Keiner kontrolliert was, keiner prüft nach (vor allem nach Schäden etc.). Pures Vertrauen. Sowas werde ich in Deutschland wohl mit am Meisten vermissen!
Mit der Fähre sind wir dann über die Cook-Street zurück auf die Nordinsel nach Wellington gefahren. Die Überfahrt hat immerhin 3 1/2 Stunden gedauert. 
Wellington ist ja bekanntlich die Hauptstadt von Neuseeland. Wer aber eine indutrielle Metropole erwartet, wird enttäuscht. Die Stadt lebt und atmet. Mir hat sie super gut gefallen. Besser als Auckland (wenn man nur die Stadt an sich betrachtet). Es herrscht nicht die typische Großstadt-Hektik und alles ist grün und harmonisch gebaut. Ich glaube auch, dass 90% aller innerstädtischen Immobilien entweder ne Bar oder ein Imbiss (Indisch oder türkisch) sind. Nachdem der erste Tag noch relativ ruhig mit einem Besuch im Te Papa (Nationalmuseum von NZL) begonnen hat, habe ich am zweiten Tag alleine eine umfangreiche Tour gemacht. Noch ein Wort zum Te Papa: Warum gibt es solche Museen nicht in Deutschland?! Oder gibt es sie? Was ich meine: Das Museum ist gigantisch und eine Art Erlebnismuseum. Vieles kann man anfassen, mit Computern/Schalttafeln, Hebeln etc. interagieren und so lernen. Es waren viele Kinder da und die hatten sichtlich Spass am entdecken und erforschen. Das ganze war eher wie ein Erlebnispark, hat aber dennoch seine akademische Aufgabe erfüllt. Wer sich wirklich informieren will, kann das an zahlreichen Terminals. Wer aber einfach nur mal gucken will oder so einen Sarkophag mal anfassen will, statt in einfach nur hinter einer Glasvitrine zu sehen, kann das auch machen.
Gestern habe ich dann volles Programm gefahren: Morgens war ich bei Zeiten im Beehive, dem Parlament von Neuseeland (heisst so, weil es wie ein Bienenstock aussieht und die Politiker genauso beschäftigt darin rumwuseln). Dort habe ich eine Tour gemacht und die verschiedenen Räume und Politsysteme kennengelernt (es gibt hier z.B. auch einen speziellen Maori-Raum für Sitzungen für Maori-Angelegenheiten, der ist gefüllt mir Dekorationen und Skulpturen).
Anschließend bin ich mit der Cable Car Bahn hoch zum botanischen Garten gefahren und vor dort aus wieder zurück in die Stadt.
Da ich noch ein paar Stunden Zeit hatte, bin ich dann noch an der wundervollen Hafenpromenade (das fehlt leider in Auckland) Richtung Mt Victoria gelaufen, den ich dann auch noch bestiegen habe (war anstrengender als erwartet). Von dort oben hatte man mal wieder eine wundervolle 360° Sicht über ganz Wellington.
Abschließend habe ich mir noch das Embassy-Theatre angesehen, das Kino, in dem die Premiere zu "Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs" stattgefunden hat. Ganz schick, aber drinnen muss es wohl besser sein. Hatte aber leider keine Zeit für einen Film.
Abends ging es dann auch gleich wieder ab zum Flughafen. Nach 45 Minuten Flug bin ich dann also wieder in Auckland gelandet und sitze jetzt wieder in meiner alten Wohnung (aber in einem anderen Zimmer, das gerade frei ist).
Jetzt muss ich aber wirklich packen, einkaufen, Bankkonto auflösen etc. etc. denn heute abend geht's ab nach LOS ANGELES!

Ich hoffe, dort wird es super. Denn eigentlich bin ich total erschöpft, weil ich in den ganzen letzten 2 Wochen noch nie richtig zur Ruhe gekommen bin.

Einfach unglaublich, dass ich in 4 Tagen schon wieder in meinem Winterbacher Bett liege...

Mittwoch, 9. Juli 2008

Te Anau, Wanaka, Franz Josef, Greymouth

Hey Leute, sorry, dass ich mich gemeldet habe. Aber meine Motivation, nach einem langen Tag hier noch was zu schreiben, hielt sich ehrlich gesagt etwas in Grenzen ;)

Da ich jetzt auch nicht viel Zeit habe, die Orte im Stakkato-Stil. In 4 Tagen bin ich wieder in Auckland, dann werde ich ausfuehrliche Berichte zu den Orten MIT Bildern (super cool!) liefern.
Also noch ein bisschen gedulden!

Te Anau, KEINE Milford Sounds
In Te Anau ist leider der worst case eingetreten: Wir sind morgens aufgewacht und es ist ueber Nacht 10cm Schnee gefallen. Und die Strecke zu den Milford Sounds, angeblich DIE Attraktion in New Zealand: Zugeschneit und gesperrt. Na toll...
Wir konnten leider nicht laenger warten und sind direkt weiter nach...

Wanaka
Der kleine Bruder von Queenstown liegt 40km noerdlich und hat mir persoenlich weeeeeeesentlich besser gefallen. Wir haben einen irren Hike in die Berge gemacht und hatten eine unbeschreibliche 360 Grad Sicht mit keiner Menschenseele weit und breit (nur ein paar SChafe). Wartet auf die Fotos!! Danach waren wir im Puzzeling World in einem riesigen Labyrinth (wir haben 1 1/2 h gebraucht um den Ausgang zu finden). Sehr witzig!!

Franz Josef Gletscher
Von Wanaka ging es die Westkueste hoch zum Franz Josef Gletscher. So nen Gletscher sollte man echt mal gesehen haben, war wirklich beindruckend. Ansonsten gibt es da aber nicht viel.
Unser Hostel hatte einen kostenlosen Spa (heisser Pool), den wir natuerlich gleich ausgetestet haben. Nach einem langen Tag genau das richtige!

Greymouth
Gestern sind wir hier in Greymouth angekommen. Die Strecke war irre. Ich liebe die West Coast. Auf deinen Seite Meer, dann Regenwald und im Hintergrund Gebirge. Irre Panorama-Ansichten. Ich verfluchte meine Kamera, weil sie keine Panorama-FUnktion hat. Alle Versuche, diese geniale Landschaft digital festzuhalten sind glaube ich gescheitert. Wartet auf die Bilder.
Gestern abend haben wir dann die Monteith's Brauerei hier besichtigt und danach an einer "Bier-Verkostung" teilgenommen. Delicious ;)

Heute fahren wir hoch nach Montueka und werden morgen den ganzen Tag im Abel Tasman Nationalpark verbringen (ein potentielles Highlight der ganzen Tour). Wetter ist momentan super, auch wenn es relativ kalt ist. Zumindest haben wir den Schnee hinter uns gelassen.

Bis naechste Woche in Deutschland ;) (kann ich mir noch gar nicht vorstellen)

Donnerstag, 3. Juli 2008

Queenstown, Arrowtown, Te Anau

So, jetzt habe ich wieder etwas Zeit und eine ordentliche Internet-Verbindung um ein bisschen was zu schreiben.
Gestern sind wir in Queenstown angekommen. Queenstown selbst ist aber nicht soo schoen, wie man vielleicht meinen wuerde. Es ist eben das Epizentrum fuer Touristen, Skifreaks und Liebhaber von extremen Sportarten. Man koennte es also eher mit Kitzbuehl oder St.Moritz vergleichen als mit Auckland oder Wellington. Da dort momentan auch noch ein Winterfestival stattfindet, konnten wir in der ganzen Stadt keine Schlafmoeglichkeit mehr finden (zumindest nicht im Hostel). Wir haben uns dann entschieden, in einen etwa 20 Fahrtminuten entfernten Ort namens Arrowtown zu fahren, denn dort gab es noch Plaetze. Was soll ich sagen? Das war die beste Entscheidung bisher. Arrowtown ist das krasse Gegenteil von Queenstown. Es ist eine alte Goldgraeber-Stadt und liegt zwischen Gebirge und einem breiten Gebirgsfluss. Das Hostel war erste Sahne, relativ leer und super Zimmer (wir hatten Dorms - also einfach Schlafplaetze im Mehrbettzimmer - gebucht, aber da so wenig los war, hatten wir das Zimmer fuer uns) und vor allem: Ne super Dusche!! (ihr lacht jetzt, aber darueber kann man sich wirklich freuen!). Heute morgen ging es dann um 8 Uhr aus den Federn und auf einen der dort angebotenen Wanderpfade um den German Hill (wie passend). Der Track war wunderschoen und fuehrte ueber und neben dem Goldgraeberfluss entlang und relativ weit nach oben, bis wir schliesslich in den Wolken fast den Gipfel erreichten. Habe auch wunderschoene Bilder gemacht. Aber leider kann ich Bilder hier vergessen, meine Kamera ist total unkompatibel mit allem, was hier angeboten wird. Ich reiche sie in 10 Tagen nach!!
Am Nachmittag haben wir uns dann auf den Weg nach Te Anau gemacht und haben unterwegs noch einen kleineren Hike an einem See gemacht, vorbei an einem grossen, aber relativ ungepflegten (?) Golfplatz. Am spaeten Nachmittag haben wir dann Te Anau erreicht und haben in einem ulkigen Hostel eingecheckt. Das ist quasi eine neu gebaute Montagehalle als Hostel verwendet. Hat absolutes Flair und ist witzig, aber wir werden morgen entscheiden, ob wir hier bleiben oder doch umziehen. Der Inhaber wohnt mit seiner Frau nebenan in einem aehnlichen "Schuppen". Stellt euch einfach Peter Lustig vor, der statt seinem Bauwagen eine Fertiggarage bewohnt :) Sehr witzig! Er hat auch eine erstaunliche DVD-Sammlung und wir haben uns heute mal "Wale Rider"und "The Piano"(beides Filme aus und ueber Neuseeland) ausgeliehen und werden es uns gleich mal in der kuscheligen TV-Ecke bequem machen.
Morgen moechten wir den Kepler-Track teilweise gehn (die ganze Strecke ist 60km lang und nur im Sommer an einem Tag zu bewaeltigen) und uebermorgen wollten wir eigentlich in die Milford Sounds (eins der absoluten Highlights) fahren. Leider ist fuer die Strecke dorthin Schnee- und Sturmwarnung ausgerufen und wir wissen nicht, ob die Strasse offen ist und wie das Wetter unterwegs wird. Deshalb muessen wir einfach mal abwarten.

Achja: Obwohl seit dem ersten Tag Regen gemeldet war, hatten wir bisher echtes Glueck und wir haben viel Sonne erwischt. Lediglich am zweiten Tag am Mt Cook sind wir auf dem Rueckweg von einem Hike in stroemenden Regen geraten und waren klitschnass. Ansonsten haben wir echt Glueck. Toi toi toi.

So, aber jetzt mal ab mit einem Bier vor den Fernseher und relaxen :)

Dienstag, 1. Juli 2008

Christchurch, Mt Cook

Kann nicht viel schreiben, die Internetzeit rinnt dahin und hier wollen auch noch andere ans heiss begehrte Netz.

Seit gestern bin ich also auf der eiskalten Suedinsel. Ja, es ist kalt. Aber zum Glueck scheint auch die Sonne. Heute sind wir zum Mount Cook gefahren. Das Dorf hier hat nur ca. 10 Haeuser und ist umgeben von schneebedecktem Gebirge, der hoechste Peak ist der Mt Cook mit knapp 3.700m Hoehe. Die Atmosphaere hier ist beschaulich (ein passenderes Wort faellt mir echt nicht ein!) und gemuetlich. Unser Hostel gleicht mehr einer Berghuette. Problem ist hier bei Nacht aber wirklich die Kaelte. Gestern in Christchurch war es schon eiskalt und in diesem Zimmer sieht es auch nicht besser aus. Immerhin gibt es einen kleinen Heater, der sich allerdings nach 30min selbst ausschaltet.
Bilder kann ich euch momentan leider nicht liefern. Vielleicht morgen in Queenstown.
Ansonsten geht es morgen mit dem Hiken, also wandern, erst richtig los. Wir wollen morgen frueh gleich los und einen Berg zur Haelfte besteigen. Hoffentlich spielt das Wetter mit, es ist naemlicher leider stroemender Regen gemeldet :-/

Ich melde mich wieder mit interessanteren Berichten ;)

Sonntag, 29. Juni 2008

Ich bin dann mal weg...

So, jetzt ist es also soweit: Morgen früh geht mein Flieger Richtung Südinsel.

Das Zimmer ist so gut wie ausgeräumt, die Wände wieder frei, die Schränke leer. Nur noch die Sachen für morgen früh liegen bereit.

Goodbye, my loyal room

Vor mir liegen 2 Wochen Reisen durch Städte, Pampa und Gebirge. Natürlich versuche ich mal, zwischendurch zu bloggen, aber...
  1. Kann ich nicht garantieren, dass es da unten regelmäßig Internet gibt (vor allem in den Southern Alps und in Fjordland bin ich mir da ziemlich unsicher)
  2. Nehme ich mein MacBook nicht mit runter, weiß also nicht, ob ich überhaupt Fotos hochladen kann. Ich werde mal schaun.
Allerspätestens melde ich mich am 13. Juli wieder, wenn ich für einen eintägigen Zwischenstopp wieder in Auckland bin, bevor es dann am 14. Juli Richtung USA geht.

Heute war ich dann noch etwas Reise-Ausrüstung für den kalten Süden einkaufen: Hiking-Hose, Flies-Pulli und ne warme, lange Unterhose ;) Dann kann hoffentlich nix mehr schiefgehn.

Bis dahin: Take care und immer schön schwenken bei dem tollen Wetter ;)

Freitag, 27. Juni 2008

Der Countdown läuft...

Tja, jetzt ist das Abenteuer "Neuseeland" schon fast wieder vorbei:

  • Morgen letzte Klausur
  • Übermorgen letzte Nacht in diesem schrecklichen Bett
  • Überübermorgen Auszug und Flug auf die Südinsel
Momentan ist hier auch eine seltsame Aufbruchsstimmung, irgendwie ist jeder irgendwie schon damit beschäftigt aufzuschreiben, was er macht wenn er wieder zuhause ist ;)

Ich persönlich habe noch nicht sooo viel geplant, bin immernoch im Lernstress (Die besagte Liste habe ich mit Mona schon über die letzten Monate ausführlich zusammengestellt ;) ). Habe mir gestern nur mal mein Hostel in Central Hollywood gebucht und mir einen kleinen Reiseführer für Los Angeles gekauft.

Das Wetter ist hier momentan absolut stürmisch, hier fliegen fast schon die Deckenplatten runter und ich schlafe mit 2 Lagen Pullis, Strümpfen und Hosen.

Ansonsten gibt es nicht viel zu erzählen. Morgen abend feiern wir hier die letzte Party in der Wohnung (Geburtstags- und Abschiedsparty) und am Montag geht es dann wie gesagt runter auf die Südinsel. Natürlich wieder total bescheuert: Mein Flieger geht um 10am und EM-Halbfinale ist um 9am aus (hoffentlich!). Das wird also verdammt knapp. Wir kundschaften schon aus, ob sich vielleicht im Flughafen irgendwo das Spiel gucken lässt.

Zum Schluss möchte ich mich noch für die vielen netten Geburtstagswünsche bedanken. Habe mich sehr darüber gefreut. Da sieht man mal wieder, dass "am anderen Ende der Welt" durch das Internet doch nicht sooo weit weg ist ;)

Donnerstag, 19. Juni 2008

Reiseplanung: Südinsel (vorläufig)

Gestern abend war ich bei Matze (ja, gibt hier noch einen Zweiten) und wir haben zusammen unsere zweiwöchige Tour über die Südinsel geplant. Am 30. Juni verlasse ich ja Auckland für ein wenig "Urlaub" auf die Südinsel, um dann auf dem Nachhauseweg noch eine Zwischenstation in Los Angeles zu machen.

Auf jeden Fall haben wir festgestellt, dass wir verdammt wenig Zeit haben. Eigentlich müsste man einen Monat zur Verfügung haben, um alles in Ruhe anzuschaun. Andererseits ist zur Zeit auch Winter und einige Stellen sind vielleicht nicht so spektakulär (dafür andere umso mehr). Da wir beide zwei "Must-Haves" hatten, nämlich die Milford Sounds und den Abel Tasman National Park wollten wir so planen, dass wir in beiden Orten zumindest einen kompletten Tag Aufenthalt haben. Doof nur, das beide Orte an komplett entgegengesetzten Enden der Südinsel liegen. Man bedenke nämlich hierbei, dass die Entfernungen nicht zu unterschätzen sind. Das liegt zum einen an der hügeligen Landschaft im Süden mit den Southern Alps, d.h. viele Serpentinen und Bergpässe. Zum anderen aber auch teilweise überfrierende Nässe und damit eine nicht zu hohe Geschwindigkeit (übrigens darf man hier eh nicht schneller als 100 fahren). Zum Vergleich: Auf der unten stehenden Karte braucht man für die Strecke Christchurch - Mt Cook ca. 4 1/2 h, bei 320 km. Für die Strecke Wanaka - Franz Josef braucht man ca. 6h bei knapp 300km. Das liegt eben daran, dass dabei der Weg durch die Alpen führt.

Was es jetzt wo genau zu sehen gibt, will ich hier jetzt nicht aufführen, das werde ich dann mit Vor-Ort-Reportagen genauer erläutern ;) Auf jeden Fall haben wir uns eine vielfältige Route zusammengestellt, die hauptsächlich auf Natur, Hiking (wandern), Sightseeing und ein bisschen Action (Kanu, vielleicht Raften, vielleicht auch noch sowas wie Fallschirm springen) ausgelegt ist.

Hier also die vorläufige Route (im Süd-Westen ist es etwas gequetscht, weil die Milford Sounds eine Sackgasse sind, d.h. um von dort nach Wanaka zu kommen, muss man zuerst wieder zurück nach Te Anau und Queenstown):
Die Strecken Auckland - Christchurch und Wellington - Auckland sind Inlandsflüge. Von Picton nach Wellington nehmen wir die Fähre. Alle anderen Strecken werden wir mit einem Mietwagen erkunden.

Travelmap.png

Sonntag, 15. Juni 2008

Klausuren-Halbzeit und Rugby

So, nach einer Woche mehr oder weniger intensivem Lernen habe ich nun schon zwei von vier Klausuren hinter mich gebracht. Eine Management- und eine Information Systems-Klausur. Was soll ich sagen? Viel zu wenig Zeit! Ich dachte im voraus, dass 3 Stunden mehr als genug sind. Schließlich waren alle meine bisherigen Klausuren immer nur 1 1/2h und ich bin wirklich keiner, der halbe Romane schreibt, sondern gern die Dinge auf den Punkt bringt. Dennoch: 3 Stunden für 3 Fragen ist zu wenig für mich. Das "Problem" liegt einfach daran, dass die Fragen sehr offen gestellt sind: "How can positivst Case Study Research be measured?". Das ist eine Frage....und da kann man einfach ALLES schreiben. Die zweite Klausur war auch noch eine open book-Klausur, d.h. man durfte soviele Unterlagen mitbringen wie man mochte und sie auch benutzen. Das ist natürlich fatal, weil man dann auch alles nutzen will und da wird man wirklich dazu verführt viel zu viel zu schreiben.

Egal, die Hälfte ist jetzt rum, die nächsten zwei Klausuren folgen in 2 Wochen und dann...ja dann verlasse ich Auckland auch schon wieder. Am 30. geht schon mein Flieger nach Christchurch auf die Südinsel zur zweiwöchigen Erkundungstour.

Nach der Klausur gestern wurde aber erstmal ein bisschen gefeiert. Das neuseeländische Rugby-Nationalteam (die All Blacks) haben gestern hier im Stadion gegen England gespielt. Wir haben unsere Karten für dieses Nationalereignis vor über 4 Wochen direkt am ersten Vorverkaufstag gekauft. Glücklicherweise, denn das Stadion war ausverkauft. Die All Blacks werden hier in Neuseeland vergöttert. Denn neben dem America's Cup ist Rugby die einzige Sportart, in der Neuseeland wirklich sehr gut ist und auch regelmäßig einer der Favoriten beim World Cup ist (der übrigens 2010 in Neuseeland stattfindet).
Nachdem wir uns also in Kens Appartment vorbereitet haben (inkl. Kriegsbemalung) ging es mit dem Bus zum Stadion und auf unsere Plätze.

Grrrrrrrrrrrrrr

Wir haben auf der Seitentribüne direkt am Spielfeldrand gesessen. Super Plätze, andererseits wären ein paar Plätze weiter oben auch nicht verkehrt gewesen um etwas mehr Überblick zu haben.
Die Stimmung war wieder super (klar, das Stadion war ausverkauft), auch wenn die Kiwis nicht mit gröhlenden deutschen Fussballfans zu vergleichen sind. Hier ist es mehr ein Ereignis für jedermann. Hinter uns saßen wieder ein paar Familien, Männer und Frauen gleichermaßen jeder Altersklasse. Rugby ist einfach ein Breitensport.

Zu Beginn ging's gleich los mit einer Art Schaukampf. Zwei Truppen von als Ritter verkleideten Schauspielern (die einen in schwarz, die anderen in weiß/rot für England) haben auf dem Feld gegeneinander "gekämpft". Ich glaube die schwarzen haben gewonnen ;)
Anschließend kamen dann beide Teams aufs Spielfeld und haben ihre Nationalhymnen angestimmt. Während die der Engländer relativ kurz ausfiel (ist "God save the queen" immer so kurz? ca. 1 min) dauerte die der Neuseeländer relativ lange. Das hängt aber auch damit zusammen, dass eine Strophe auf Maori (Sprache der Ureinwohner) und eine Strophe auf Englisch gesungen wird. Anschließend haben die All Blacks noch einen Haka (eine Art Kriegstanz) getanzt, um die Stimmung aufzuheizen. Unheimlich, aber ziemlich gut! Andere Teams haben sich schonmal beschwert, dass der Tanz verboten werden sollte. 
Hier ein Haka aus einem anderen Spiel:



Das Spiel selbst war auch sehr spannend. Vor allem aber waren die All Blacks an dem Tag super drauf und es gab ein paar spektakuläre Touchdowns. Man muss aber auch berücksichtigen, dass es "nur" ein Testspiel war und beide Mannschaften ein wenig mit neuen Spielern experimentiert haben.
Nichtsdestotrotz war es ein toller Abend, der nur dadurch getrübt wurde, dass nach dem Spiel 40.000 Menschen mit 3 Bussen und einem Zug in die Stadt zurück wollten. Ein logistisches Chaos, dass aber anscheinend hier immer bei einem All Blacks Spiel herrscht. Nachdem wir ca. 45 Minuten gewartet haben, haben wir dann aber doch noch einen Bus in die Stadt bekommen. 

Heute und morgen wird noch relaxed, bevor es dann wieder mit dem Lernen für die nächsten Klausuren losgeht. Vielleicht mache ich auch morgen noch eine kleine Tour an der Küste entlang. Mal schaun wie das Wetter ist.

Achja, die All Blacks haben natürlich gewonnen: 37 : 20. 
Das Bild ist in der zweiten Hälfte entstanden (gespielt wird übrigens 2 x 40 Minuten):

 Go All Blacks! 18 minutes to go

Sonntag, 8. Juni 2008

Rangitoto Island

Heute war ich auf der nahegelegenen Insel Rangitoto. Mit der Fähre in 25 Minuten erreichbar, ist diese Insel - im Gegensatz zu z.B. Waiheke - unbewohnt. Die Insel ist erst vor 600 Jahren durch einen Vulkanausbruch entstanden und zählt somit zur jüngsten Insel im Hauraki Gulf. Der vulkanische Ursprung spürt man an jeder Ecke. Der erste Hike führt nämlich hinauf zum Krater. Auf dem Weg läuft man vorbei an riesigen Feldern von Lavagestein, alles ist schwarz und aufgewärmt.

Vulcano stones

Auch wenn der Tag heute nicht soo schön war, staut sich hier doch ganz schön die Hitze und der Weg wird (auch weil er nicht ausgebaut ist, sondern relativ wild über Steine und Wurzeln führt) gegen Ende ganz schön anstrengend. Leider ist beim Überspielen der Fotos was schiefgelaufen und die ganze erste Hälfte meines Trips ist irgendwo im Nirvana verschwunden. Deshalb kann ich euch leider keine Bilder vom Aufstieg und dem Krater zeigen. Vom Krater aus kann man noch ein kleines Stück weiter hoch auf eine Aussichtsplattform. Von dort oben hat man einen wunderschönen 360° Blick über den Hauraki Gulf.

DSCF0050.JPG

Viele Touris bleiben auf der Aussichtsplattform und gehen nach ein paar Minuten den gleichen Weg wieder zurück. Wobei man relativieren muss: “Viele Touris“ bedeutet hier 6-8 Menschen. Das ist das schöne an Neuseeland: Es ist nirgendwo überlaufen. Auf jeden Fall habe ich mich dazu entschlossen, eine der späteren Fähren zu nehmen und noch eine größere Tour an der Küste zu machen. Und ich wurde nicht enttäuscht. Das erste Stück war noch relativ unspektakulär über eine flache “Straße“, auf der man auch mit so ner Mini-Lokomotive fahren kann - für das ältere Publikum der Renner. Nachdem ich dann aber eine Nebenstraße genommen habe, bin ich nach ca. 1 Stunde an einem einsamen Strand gelandet, dem McKenzie-Bay. Wirklich schön, dass dieser verlasse Strand ganz mir gehörte. Auch hier sieht man die vulkanischen Ursprünge: Der Sand ist tiefschwarz, aber ganz fein gemalen. Der perfekte Ort für ein Picknick. Unter einem Baum habe ich es mit gemütlich gemacht (es hat angefangen ein bisschen zu nieseln) und mein Baguette, Käse, Wurst, Tomaten und Ginger Bier aufgepackt und Kräfte aufgetankt. Frisch gestärkt ging es dann das letzte Stück entlang der Küste und vorbei an verlassenen alten Hütten aus den 20er und 30er Jahren. Wunderschönes Ambiente.

McKenzie Lighthouse

Rechtzeitig zur 3 Uhr Fähre war ich wieder an der Anlegestelle, um dann festzustellen, dass die Fähre erst um 3:30 Uhr fährt...und die auch noch ausgefallen ist und ich auf die letzte, die 4 Uhr Fähre warten musste. Da es nachmittags dann noch etwas zugezogen und recht windig war, war ich ganz schön durchgefroren. Deshalb erstmal einen Esquires-Latte (neuseeländischer Starbucks-Clone...meiner Meinung nach ist der Vanilla-Latte sogar besser!) am Auckland Viaduct geschnappt und jetzt spring ich unter die warme Dusche. Dann wird noch ein bisschen gelernt, ein bisschen gelesen und dann früh ins Bett...denn morgen früh um 6:30 Uhr spielt ja schon Deutschland im ersten EM-Spiel. Das dürfen wir natürlich nicht verpassen. Aber warum müssen die denn so früh spielen? Wer hat denn bitteschön diese tolle Planung gemacht? Ich sag's ja: Die Österreicher und die Schweizer. Die könnten ja mal ein bisschen nachdenken. Morgens um halb sechs Fussball spielen, pff...die kommen auf die Ideen...

Donnerstag, 5. Juni 2008

Finished!!!

Juhuuuu,

heute habe ich mein letztes Assignment abgegeben. Ich kann wieder am sozialen Leben teilnehmen!!

Finished

Jetzt "freue" ich mich regelrecht auf die Klausurenzeit, die nächste Woche beginnt.
Aber heute abend und morgen werde ich mal eine Pause einlegen. Habe schon leckeres, deutschen Brot gekauft und nen ordentlichen Chianti und werde meinen Tag ausklingen lassen.

Am Samstag fahre ich vielleicht auf die nahegelegene Insel Rangitoto, um mal ein bisschen Natur aufzusaugen bevor der Stress wieder losgeht. Mal schaun, wie das Wetter ist. Das ist hier ja unberechenbar (morgens Sturm und Regen, mittags kein einziges Wölkchen am Himmel).

Montag, 2. Juni 2008

Der Metz ruft…

Gestern wollten wir uns mal etwas gönnen zwischen Assignments und Examen. Deshalb sind etwas außerhalb nach Mission Bay gefahren (ca. 20 Minuten mit dem Bus), denn dort sollte es ein total uriges, deutsches Restaurant (“Der Metz“) geben mit den “biggest snitzel in town“. Und was soll ich sagen? Wir wurden nicht enttäuscht!

OK, so deutsch wie die Atmosphäre dort ist, wird man es außer im tiefsten Bayern nirgendwo finden, aber zumindest war alles authentisch. Dekoriert mit tausend Bierblechschilder, alte Fotos von Bayern, Schlössern (riesiges Gemälde von Neuschwanstein) und natürlich König Ludwig II. als großes Potrait.

King Ludwigs dining room

Die Speisekarte lässt vermuten, dass tatsächlich ein Deutscher hinter all dem steckt. Die Speisekarte war also gefüllt mit "Jägerschnitzel" und nicht mit “Jagersnizel“, mit “Müncher Weißwürstel“ und nicht mit “Munich Weiswurstel“. Und es gab 10 verschiedene deutsche Biersorten.


"Biggest Snitzel in town"

Zu meiner Version: Ich habe ein Jägerschnitzel mit Pommes und Salat gefuttert (das Bild zeigt Michi mit seinem Zigeunerschnitzel XL). Dazu ein schönes Schöfferhofer Hefeweizen getrunken.
Wir waren am Ende wirklich alle rund und glücklich. Die anderen waren so in Extase, dass sie noch nen Apfelstrudel nachgeschoben haben, bei mir ging nix mehr.
Wir waren sogar so begeistert, dass wir nächste Woche vielleicht wieder hingehen ;) Hey, schon klar, dass man hier ist um die Kultur zu studieren, aber beim Essen darf man doch wohl ne Ausnahme machen?! Da merkt man wirklich wieder, was für eine kulinarische Hochburg das deutsche Land ist.


Was gab's sonst noch?
Nach meinem obligatorischen Assignment am Freitag (jaja, ich kann es selbst nicht mehr hören!!), sind wir noch ein bisschen in die Stadt. Cool ist hier einfach, dass um 3-4 Uhr morgens noch Livemusik in verschiedenen Pubs ist. So kann man also auf dem Nach-Hause-Weg noch gemütlich irgendwo einkehren und den Abend ausklingen lassen.
Ansonsten habe ich schon ein wenig meine Abschlussreise auf der Südinsel geplant. Dazu aber in den nächsten Tagen bzw. nächste Woche mehr.
Und toll: Heute ist in den Universal Studios das Set von "Zurück in die Zukunft" abgebrannt. Das wollte ich mir eigentlich in 6 Wochen anschauen :( Mal sehen, ob ich dann auf die Paramount Studios ausweiche. Wenn jemand Tipps zu L.A. hat, bitte bei mir melden. Bin da noch etwas planlos.

Montag, 26. Mai 2008

Monthly update ;)

Sooo, langsam müsste es jeder kapiert haben, dass ich nicht der fleißigste Blogschreiber bin. ;)

Ich entschuldige mich also hiermit hochoffiziell, das ich nicht so regelmäßig was Neues schreibe.
Ich versuche jetzt die letzten Wochen hier (es sind tatsächlich nur noch knapp 7 Wochen, dann bin ich wieder zuhause) wieder regelmäßig zu bloggen und mal ein wenig Alltags-Kram mit einfließen zu lassen.

Tatsächlich ist aber auch nicht allzuviel passiert in den letzten Wochen. Die Arbeit ging weiter, ich habe keine Trips außerhalb von Auckland mehr gemacht. Statt dessen war öfters mal Nachtleben angesagt, unter anderem waren wir vor kurzem in der "Minus 5" Bar. Das Geschäftsmodell dieser Bar ist es, die Bude auf Minusgrade runterzukühlen, semi-professionelle Eisskulpturen in dieses Kühlhaus zu stellen, 12$ pro Mini-Cocktail abzuzocken und die Leute nach 30 Minuten wg. Frostgefahr wieder rauszuschmeißen. Das alles für läppige 25$ Eintritt. Zum Glück arbeitet aber Lisa (Flatmate von mir) dort und hat uns Sonderkonditionen ausgehandelt: Wir mussten nur einen Cocktail trinken. Also haben wir mal einen Blick riskiert. Ist ganz nett, aber das wars dann auch. Ich nehme an, das ist in erster Linie ein Touristengag. Kann mir kaum vorstellen, dass tatsächlich Leute regelmäßig knapp 40$ zahlen für Eintritt und EIN Getränk. Zudem muss man wirklich nach 30min die Location wieder verlassen.


Danke auch für den Hinweis, dass sich die Bilder hier im Blog nicht vergrößern lassen (sollte eigentlich bei einem Klick darauf funktionieren). Da ist wohl irgendwas beim Anpassen schief gelaufen und ich kann und will (aus Zeitgründen) jetzt nicht den Fehler suchen.
Statt dessen gibt es hier den Link zu meinem Flickr-Stream:


Leider erlaubt mir Flickr in der Kostenlos-Version nur 200 Bilder anzuzeigen. Deshalb ist das also nur ein klitzekleiner Ausschnitt. Wer mehr sehen will, kann sich jetzt bei mir schonmal für die Dia-Session inkl. Schwenker und Ur-Pils bei mir anmelden :)

Edit: Hab auch mal ein Flickr-Plugin in der linken Navigationsleiste hinzugefügt.

Edit 2: Hab mir jetzt mal eine ShortURL für flickr angelegt, ist doch etwas einfacherer zu merken. Außerdem ist mein flickr-Stream jetzt auch links verlinkt. Danke an Martin für den Tipp.

Freitag, 9. Mai 2008

Regen, Stress und schlechte Laune

Tja, was soll ich sagen? Warum ist hier in den letzten 3 Wochen nix passiert? Ganz einfach: Es ist einfach nichts Erwähnenswertes passiert.

Was soll ich auch groß drumrumreden: Momentan ist hier die Stimmung etwas im Keller.
Für die Uni gibt es es unglaublich viel zu tun, der Herbst hat Einzug gehalten (seit 2 Wochen Regen) und nachts beginnt es auch kälter zu werden, was ohne Heizung in der Wohnung (normal hier unten!) im Schlaf doch etwas kühl werden kann. Zum Reisen keine Zeit und für Party fehlt momentan auch das Geld, denn im Juli soll's ja wieder losgehn. Außerdem sehnt man sich immer öfter nach der Heimat. Sei es wegen der Freundin, den Freunden, dem Essen (momentan scheint ja JEDER Deutsche JEDEN Tag zu grillen!) oder einfach dem vertrauten Umfeld.
Ich denke aber es geht vielen Leuten momentan so. Die anfängliche Euphorie ist bei jedem etwas eingeschlafen, jetzt hält der Alltag Einzug. Aber das ist auch eine Erfahrung und gehört dazu. Ich bin mir sicher, dass es in ein paar Wochen wieder im Stimmungsbarometer nach oben geht.

Um potentiellen Auckland-Studenten, die hier mitlesen mal einen Einblick in meine zu erbringenden Leistungsnachweise zu geben hier mal mein "Stundenplan" samt PFLICHTnachweise.

ECON 701 (Microeconomics Theory I)
- 4 x Assignments (Rechenaufgaben, Beweise, Herleitungen etc.) -> jeweils 5 %
- Zwischenklausur -> 20 %
- Endklausur -> 60 %

MGMT 731 (Contemporary Management)
- Case Study (2er Team) -> 20 %
- Teaching Note zur Case Study (individuell) -> 40 %
- Endklausur -> 40 %

INFOSYS 722 (Decision Support Systems)
- Mitarbeit und Kursvorbereitung -> 5 %
- Präsentation eines Paradigmas (20 min) -> 5 %
- Research Proposal (ca. 2.000 Wörter) -> 10 %
- Projekt, 1. Prototyp (2er Team, Programmierung oder vorhandenes System) -> 15 %
- Projekt, Fertiger Prototyp -> 25 %
- Endklausur -> 40 %

INFOSYS 751 (Qualitative Research)
- Literature Review (ca. 3.000 Wörter) -> 25 %
- Research Proposal (Teamarbeit, 30 min. Präsentation) -> 25 %
- Endklausur -> 50 %

Momentan bin ich mit Paradigma und Research Proposal für 722 und Research Proposal für 751 beschäftigt.

Ansonsten habe ich die Woche versucht mal meine Fotos in Flickr hochzuladen, weil es anscheinend hier im Blog Probleme gibt, die Bilder in groß anzuschauen. Aber leider stoße ich immer wieder an die Kapazitätsgrenzen für den freien Zugang. Ich probiere weiter und versuche, eine Kompromisslösung zu finden.

Bis dann und grillt nicht so viel ;)

Donnerstag, 17. April 2008

Rotorua, Skytower und wieder alleine

Seit heute mittag bin ich leider wieder alleine hier. Ramona hat wieder ihren langen Rückflug ins kalte und nasse Deutschland angetreten (30h mit 3 Zwischenstops, die Arme :( ).Naja, alleine bin ich hier ja auch wieder nicht und nass war es die letzten Tage auch, also relativiert sich das wohl wieder. Trotzdem ist es natürlich schade, denn die letzten 3 Wochen waren echt super.

Diese Woche ist hier Mid-Sem-Break, das heißt eine freie Woche während der Vorlesungszeit. Das musste natürlich ausgenutzt werden. Wir haben uns am Samstag ein Auto gemietet und sind die "Autobahn" Richtung Süden gefahren. Ziel: Rotorua!

Rotorua
Upsi, hier ist ja Linksverkehr. Ist schon etwas seltsam zu Beginn, aber man gewöhnt sich relativ schnell dran. Zum Glück sind die meisten Mietautos mit Automatik ausgestattet (für den überforderten Touri), mit ner ordentlichen Versicherung ausgestattet und soo viele Straßen gibt es hier auch nicht, verfahren also außerorts fast unmöglich. Ein paar Probleme gab's anfangs nur mit der Verwechslung von Scheibenwischer und Blinker (natürlich auch "falschrum"), die seltsamen Kreisel, in die man natürlich auch andersrum reinfahren muss und in denen man Vorfahrt hat, wenn man mal drin (wie war das nochmal bei uns?!) und der ein oder anderen seltsamen Vorfahrtsregel (der mit der längeren Abbiegedistanz hat Vorfahrt (?) )
Erste Station in Rotorua war schließlich ZORB. Bei dieser als Adrenalin-Kick beworbenen Attraktion rollt man in einem aufgeblasenen Riesenball einen Berg runter. Hörte sich witzig an, entpuppte sich vor Ort aber als recht lahm. Der "Berg" ist ein 120 Meter langer Hügel und die Bälle krochen mehr den Berg runter. Die Leute, die raus kamen, sahen auch nicht total begeistert aus, also haben wir uns die ca. 50 $ pro Nase doch lieber gespart und sind weiter zum nahegelegenen Agrodome. Dort kann man für ca. 80 $ eine einstündige Farmtour machen, inkl. Kiwiplantage-Besichtigung, Kiwi-Wein und Neuseeland-Honig-Verköstigung und jede Menge Tiere. Höhepunkt war dann eine Füttersession auf einer großen Weide mit Schafen, Lamas und den obercoolen Alpacas (Lama + Schaf = Alpaca). 


Anschließend gings wieder zurück zu unserem Startpunkt. Dort folgte eine einstündige Sheepshow, bei der einem in unterhaltsamer Weise (für Senioren und Asiaten) verschiedene Schafe präsentiert, Schafe geschert, Kühe gemolken, Lämmlein gefüttert wurden. Zum Abschluss gab es dann noch eine zugegebenermaßen amüsante Vorführung mit Schäferhunden, die im Hammelsprung über die Schafe gesprungen sind. Danach gings erst mal in unser Hostel in der Innenstadt von Rotorua. Innenstadt? Alles was hier immer riesig auf dem Stadtplan aussieht, stellt sich als "übersichtlich" in Wirklichkeit heraus. Nachdem wir im Base Backpacker eingecheckt haben und uns ein wenig an die stinkende Umgebung gewöhnt haben (hier stinkt es ÜBERALL, denn überall gibt es Schwefeltherme) haben wir noch ein wenig die Stadt erkundet und sind früh ins Bett um für den nächsten Tag fit zu sein. Da ging es nämlich dann ins Hidden Valley nach Orakei Korako. Das ist ein Thermalpark. Um Rotorua gibt es unzählige von diesen Parks, deshalb sind wir etwas weiter außerhalb zu diesem kleinen aber sehr gut ausgebautem Park gefahren, der nicht von so vielen Touris überrannt war.Um es kurz zu machen: Zu sehen gab es Geysiere, Höhlen, Schwefelgebirge und faszinierende Felsformationen. Etwas, was man echt nicht alle Tage sieht.



Abends haben wir uns dann mal ein paar Stunden totale Spannung in einem riesigen Spa gegönnt. Ein Spa ist eine Art Schwimmbad, das aus vielen kleinen Becken mit unterschiedlich heißem Wasser besteht. Soweit ich das verstanden habe, kommt das Wasser auch aus diesen natürlichen Quellen, hat somit eine entspannende und gesunde Wirkung. Wieder mal unglaublich viele Asiaten dort, die anscheinend voll auf Spas abfahren.

An unserem letzten Tag Ernüchterung: Dauerregen schon am Morgen. Wir wollten uns aber dennoch von unserem ursprünglichen Plan nicht abbringen lassen, einen der Naturparks zu besichtigen, also ging es ab zum Rainbow Springs Wildlife Park. Glücklicherweise gab es dort Schirme (die im Endeffekt aber auch nicht viel gebracht haben). Also haben wir jede Menge Natur, einheimische Vögel und Tiere gesehen und waren total durchnässt. Highlight waren hier wieder mal Tiere, diesmal absolut knuffige Wallabys, eine Art Mini-Känguruh. 



Als wir durch waren, haben wir uns gewundert, wo denn der tolle Wasserfall und die bunten Vögel aus dem Prospekt waren...bis wir festgestellt haben, dass das der Rainbow Springs Nature Park ist, der widerrum am anderen Ende von Rotorua liegt. Naja, egal, war trotzdem nett. Zurück gings dann nach Auckland, wo wir dann nach einer kurzen Orientierungslosigkeit schließlich doch noch die Autovermietung gefunden haben und das Auto heil abliefern konnten.
Mal um Vergleich zu ermöglichen:
Zurückgelegte Kilometer: ca. 550 km
Kosten Benzin: ca. 60 $ (= ca. 30 Euro (!!))
Kosten Mietwagen: 27 $ pro Tag (x 3 = 81 $) + 36 $ Versicherung = 117 $ total (ca. 60 Euro)
Kosten Hostel: ca. 140 $ für 2 Tage in Doppelzimmer mit eigenem Bad für zwei Personen (!!)
Alles in allem ist es also sehr günstig hier zu reisen. Wird vielleicht nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich mir hier ein Auto miete. Das lohnt sich wirklich!

Skytower
Vorgestern wollten wir zum Abschluss noch etwas besonderes machen. Wir haben uns entschlossen uns ein schickes Abendessen im Skytower von Auckland zu genehmigen. Zur Erinnerung: Der Skytower ist das Wahrzeichen von Auckland und mit 328 Metern Höhe der höchste Turm der südlichen Hemisphäre. Relativ weit oben befindet sich das Orbit Restaurant (passender Name!). Das Besondere: Neben der köstlichen Speisekarte genießt man von hier oben eine 360° Aussicht über Auckland, denn während des Essens dreht sich das gesamte Restaurant (ca. eine Umdrehung pro Stunde). Bei der Aussicht hat man fast vergessen, dass man zum Essen gekommen ist. Die Preise waren auch vollkommen okay (30 $ pro Nase Mindestverzehr, waren nur knapp drüber inkl. sehr gutem 1-Gang-Essen und Wein).


Heute hieß es dann wie gesagt Abschied nehmen. Zurück bleiben super tolle drei Wochen, in denen wir sehr viel gesehen und erlebt haben. Die nächste Zeit ist für mich erst mal etwas weniger Reisen angesagt, denn in den nächsten Wochen schlägt die Uni ganz schön zu. Nächste Woche schon zwei Abgaben für Assignments bzw. Projekte und dann ist es auch schon nicht mehr lange bis zu den ersten Klausuren, die Zeit verfliegt hier wirklich...

Dienstag, 8. April 2008

Zu Zweit auf Tour: Takapuna, Zoo, Devonport, Waiheke Island

Jetzt habt ihr schon 10 Tage nix mehr von mir gehört. Was ist passiert? Tja, seit vorletztem Donnerstag habe ich Besuch. Meine Freundin Ramona hat es sich nicht nehmen lassen und ist für 3 Wochen zu mir ins Land der Kiwis gejettet. Natürlich versuchen wir, während dieser Zeit so viel wie möglich zu unternehmen und dann ist da ja auch noch die Uni... es ist also immer was los. Jetzt aber genug der Einleitung. Hier ein paar kurze Berichte über unsere Ausflüge der letzten Tage.

Takapuna Beach
Um Ramona gleich mal ein Gefühl von Urlaub zu geben, sind wir gleich mal rüber auf die andere Seite von Auckland (über die Harbour Bridge) zum Takapuna Beach. Das Wetter hat zum Glück mitgespielt und so konnten wir einen schönen relaxten Nachmittag am Strand genießen. Genau das Richtige nach 30 Stunden Flug über Dubai, Singapur und Brisbane ;) Der Strand an sich ist zwar nicht der Schönste hier in der Nähe, aber dafür sehr ruhig und man kann tolle Muscheln finden. Hier gibt es auch viele Surfer und besonders beliebt scheint hier Sky-Surfing Kiteboarding/-surfing zu sein (Surfen mit ner Art Fallschirm/Lenkdrachen).


Auckland Zoo
Am Sonntag sind wir dann in den Nahe gelegenen Auckland Zoo gefahren. Von Klassikern wie Elefanten, Tigern und Affen über „importierte“ Viecher aus Australien (Känguruhs, Wombats, Strauße usw.) bis zu neuseeländischem Kleinvieh (Mini-Pinguine, Meerkatzen, Kiwis...) gab es jede Menge zu sehen. 


Darüberhinaus ist der Zoo super schön gestaltet mit vielen Pflanzen, Trampelpfaden und interaktiven Entdeckungsmöglichkeiten (zum Beispiel konnte man durch unterirdische Tunnel ganz nah in den Lebensraum der Meerkatzen eintauchen). Auch toll war das Unterwasseraquarium, bei dem man Seehunde beim Tauchen und Spielen beobachten konnte. 


Devonport
Nach ein paar Tagen Uni hatten wir dann am Donnerstag wieder Zeit, eine kleine Tour zu unternehmen. Unser urprünglicher Plan war, auf eine nahegelegene Vulkaninsel zu fahren (Rangitoto Island). Leider stellte sich heraus, dass die letzte Fähre an dem Tag schon abgelegt hatte, also musste ein Alternativplan her. Der nette Kerl am Schalter hat uns dann ein geniales „Flatrate“-Ticket angedreht, mit dem wir alle Fähr-Verbindungen der Umgebung nutzen konnten UND die Anschlussbusse. Unser erstes Ziel war der verheißungsvolle Ort „Baywater“. Nachdem die Fähre uns dort abgesetzt hatte, wurde uns allerdings schnell klar, dass es einfach nur ein stinknormaler Hafen für das nahegelegenes, total verlassene Kaff ist. Nach einem 30minütigen Fußmarsch haben wir dann auch die Hauptstraße gefunden und haben gleich entschieden, den nächsten Bus nach Takapuna zu nehmen...das kannten wir ja schon vom Strand. Obwohl unser Ticket natürlich NICHT in diesem Bus gilt, durften wir trotzdem mitfahren und nach nochmaligem Umsteigen war unser nächstes Ziel das kleine Städtchen Devonport (dazu stand dann auch ein bisschen was im Reiseführer, also musste es da ja was zu sehen geben). Und tatsächlich: In Devonport gibt es neben kleinen Lädchen und einem verlassenen Strand, einen Vulkan (Mount Victoria), den wir erklommen haben. Dort haben wir eine neue Leidenschaft entdeckt: PICKNICK!



Waiheke Island
Letztes Wochenende haben wir uns auf den Weg zu einer der beiden nahegelegenen Inseln gemacht. Im Gegensatz zu Rangitoto ist Waiheke deutlich größer und bewohnt. Sie liegt ca.3o min mit der Fähre von Auckland entfernt. Mit einem der wenigen Busse sind wir zunächst an einen einsamen Strand kutschiert worden. Endstation: Onetangi Beach. 


Nach einer Stunde Warten ging dann unser nächster Bus an das andere Ende der Insel, zum Rocky Bay. Von dort aus war es nur ein kurzer Fußmarsch zum Whakanewha Regional Park, einem großen Gebiet mit vielen Bäumen (Dschungel mit abstürzenden Riesenpalmenblättern), vielen Trampelpfaden (die hier wohlklingende Namen wie „Upland Road“ haben, siehe Bild unten) und sehr wenig Menschen. Nach einem zweistündigen Hike (heißt hier Tramping) kamen wir an einer einsamen, wunderschönen Bucht heraus. Hier gab es seltene Vögel zu beobachten und die Ruhe der Natur haben wir natürlich ausgenutzt: PICKNICK! :) 


Was kommt noch?
Bei mir steht diese Woche erst mal noch einiges für die Uni an (Case Study Entwurf, Mid-Sem Exam am Freitag usw.). Dann beginnt aber zum Glück die Mid-Semester-Break, eine freie Woche in der Mitte des Semesters (wow, schon die Hälfte rum?!). Das nutzen wir natürlich aus und werden uns von Samstag bis Montag auf einen Trip in den südlichen Teil der Nordinsel machen. Unsere genaue Reiseroute steht noch nicht fest. Vermutlich werden wir Waitamo (Glühwürmchen-Höhlen mit Wildwasserrafting), Rotorua (alles mögliche, u.a. in einer Plastikkugel den Berg runterrollen, Kiwi-Farm, warme Therme uvm.) und Coromandel (Küstenregion mit schönen Stränden) einen Besuch abstatten. Danach gibt es hier natürlich wieder einen Bericht. Diesmal auch sicher nicht so spät ;)

Mittwoch, 26. März 2008

On the road: Far north / Cape Reinga

Die Easter breaks sind seit heute vorbei und es liegt ein super Wochenende hinter mir. Von Sonntag bis Dienstag war ich mit Ken, Philipp, Henning, Dave, Chris, Liz und Brittany auf dem nördlichsten Teil der Nordinsel unterwegs. Dafür haben wir uns zwei Autos gemietet und sind die Westküste hoch und die Ostküste runter gefahren. Vorbei ging es an Urwäldern mit Mammutbäumen, Küstenlandschaften mit traumhaften Stränden, ungeteerten Straßen (armer Autovermieter), halb verlassenen Dörfern und Wüstenartigen Sanddünen.

Und da Bilder mehr als tausend Worte sagen und Videos noch eins drauf legen, verzichte ich auf einen ausführlichen Reisebericht und lasse lieber die laufenden Bilder sprechen.
Wer genauere Infos zu den Reisezielen will, kann mich wie immer gerne persönlich fragen. Und jetzt Film ab:


Samstag, 22. März 2008

Relaxing days

Nachdem diese Woche für mich total stressig war (den Economics-Kurs habe ich auf Grund des hohen Niveaus bzw. wegen meines niedrigen Vorwissens so gut wie abgehakt) stand die letzten Tage mal ein wenig Entspannen auf dem Plan. Nach meinem Trip zu den Bay of Islands hat sich bei mir ein wenig der Knoten gelockert und ich versuche, so viel wie möglich mitzunehmen.
Gestern war ich deshalb mit Andi, Ryan und Maria zum Piha-Beach gefahren und habe den Mittag damit verbracht mich in der Sonne zu brutzeln und im klasklaren Meer mit irren Wellen zu plantschen.
Der Sand hier ist allerdings nicht weiß sondern sehr schwarz. Das hängt damit zusammen, dass Neuseeland durch Vulkaneroptionen entstanden ist (deshalb ist es hier auch so hügelig) und der Sand deshalb einen extrem hohen Eisengehalt aufweist. Trotz der „schmutzigen“ Farbe ist der Sand aber wahnsinnig fein und auch im Wasser war nirgendwo auch das kleinste Steinchen zu finden. Natürlich habe ich mir einen kleinen Sonnenbrand geholt, trotz sorgfältigster Sonnencreme-Vorbereitung mit Lichtschutzfaktor 30. Hier gibt es einfach keine Ozonschicht!

Abends haben wir dann in unserer Wohnung noch Lisas Geburtstag gefeiert (samt Eigenkreations-Cocktail „Wicked Kiwi“, a hell of a drink) und sind danach ein wenig in einen Club im Skycity (Entertainment-Center neben Skytower).

Heute ging es dann weiter, denn wir haben beschlossen, uns mal ein Rugby-Spiel im Stadion anzuschauen. The Blues vs. Stormers, wobei die Blues auf Auckland sind und die Stormers aus Südafrika rüberkamen. In dieser Liga spielen glaube ich Kiwis, Aussis und Südafrika-Teams. Vergleichbar mit einem deutschen Fussball-Match ist das aber nicht. Wir waren in Stimmungslaune, wurden allerdings eher zurecht gewiesen anstatt angefeuert („SIT DOOOOOOWN“). 
Dafür sind die Fans und die Stimmung aber wesentlich friedlicher, Rugby ist Familiensport, es gab sehr viele Familien, die mit ihren Kids dort gemütlich im Stadion gehockt haben und ihr Hotdog gefuttert und das Spiel geschaut haben. Für den Kauf von vier Bier hat man auch einen dieser lustigen Hüte bekommen. Witzige Idee und nettes Product Placement für Freights (die Biermarke), denn in jede Fernsehkamera hat ein blauer Cowboyhut gelacht. Achja, die Blues haben natürlich gewonnen: 17 : 14 in der letzten Minute durch einen Freistoß, Kick oder was auch immer. 
Kapiert habe nämlich irgendwie wenig, aber darum geht es bei diesem Spiel denke ich auch nicht ;)


Morgen früh geht es los mit unserem Roadtrip über die nördliche Nordinsel, nach Ostern gibt es dann einen Bericht!


Mittwoch, 19. März 2008

On the road: Bay of Islands

Ich schulde euch noch einen Bericht 
zu meinem Wochenend-Trip zu den Bay of Islands. Sorry, aber diese Woche ist echt stressig und außerdem wollte ich noch auf ein paar Fotos von Henning warten, aber ich poste trotzdem schonmal und ergänze dann vielleicht später noch ein paar Fotos.
Die Bay of Islands sind eine Inselgruppe, bestehend aus ca. 150 Inseln die im Nord-Osten Neuseelands liegen und besonders beliebt bei Seglern und reichen Businessmen sind, die sich dort die ein oder andere Insel gekauft haben und dort die Wochenenden verbringen.
Los ging's am Samstag morgen in aller Frühe, Treffpunkt Auckland Harbour. Von da aus wurden wir mit dem Bus nach Pahia gekutscht (4 h Fahrt). Pahia ist sozusagen der Umschlagpunkt für alle Aktivitäten, die man dort machen machen kann. Besonders beliebt sind sogannte „Swim with Dolphin“-Trips, also die Möglichkeit in einer Bucht mit Delfinen zu schwimmen. Das wollte ich natürlich ausprobieren und haben einen Trip für umgerechnet 50 Euro gebucht. Das enttäuschende Ergebnis: Keine Delfine weit und breit :( Wir sind ca. 4 Stunden durch die ganzen Buchten und um die Inseln getuckert, konnten aber leider keine Delfine ausfindig machen. Der Reiseleiter meinte, das würde eben manchmal vorkommen. Als Entschädigung haben wir einen Gutschein bekommen, den Trip ein anderes Mal zu wiederholen...toll für uns Touristen, die wahrscheinlich in ihrem Leben nie wieder dort auftauchen werden. Dementsprechend enttäuscht und verärgert war ich also am Abend. Wir sind dann zurück ins Hostel (8 Mann Zimmer) und waren etwas trinken (auch wenn Pahia der Umschlagpunkt ist, dort gibt es nur 2-3 Bars) und haben unser ausgiebiges Burger-Dinner genossen. Auch wenn der Tag nicht so anstrengend war, war ich doch abends total fertig und bin dementsprechend früh ins Bett, denn der nächste Tag sollte ja erst richtig interessant werden.
Sonntag stand nämlich Segeln auf dem Programm. OK, damit keine falschen Vorstellungen aufkommen: Das war schon ne Art Massenveranstaltung. Wir hatten einen großen Katamaran („On the edge"), auf dem gut 50 Leute Platz fanden. Skeptisch ging es also los. Das soll Spaß machen mit so vielen Leuten? Außerdem war es noch arg bewölkt. Aber es stellte sich dennoch als einzigartiger Trip heraus. Sobald die Segel gesetzt und der Katamaran Fahrt aufgenommen hatte ging's wirklich ab. Nach 2 Stunden Segeltörn haben wir dann vor einer wunderschönen Bucht die Anker geworfen und den Grill an Bord angeschmissen. 
Nachdem jeder gesättigt war, wurden wir dann mit Motorbooten an Land gebracht und konnten ein wenig die Insel erkundigen. Leider hat wir nicht sooo viel Zeit, also sind wir nur kurz einen Pfad entlanggelaufen um dann an einem unglaublichen Aussichtspunkt Stop zu machen. Einfach nur Wahnsinn. Da wurde mir dann erst einmal richtig bewusst, dass ich gerade in Neuseeland bin. 

Anschließend war ich noch ein wenig Schnorcheln, aber aus Zeitgründen konnte ich nicht soweit raus, dass ich irgendwelche Fische finden konnte.
Danach ging es zurück auf den Katamaran und mit Highspeed zurück nach Pahia. Auf dem Rückweg hatten wir dabei einen Wahnsinnswind, es hat irre Spaß gemacht vorne an der Rehling zu stehen und sich den Wind um die Ohren pfeifen zu lassen.

Alles in allem also doch noch ein sehr tolles Wochenende, das Lust auf mehr macht. Doch diese Woche stand erstmal Stress an, 3 Arbeiten musste ich für diese Woche schon machen. Morgen werde ich mir noch Karten für ein Rugby-Spiel am Samstag abend kaufen und von Sonntag - Dienstag werde ich dann mit Ken, einem Freund von Ken, Brittany und Till nen Roadtrip über den nordlichen Teil der Nordinsel machen. Bericht folgt ;)

Freitag, 14. März 2008

Jetzt auch offiziell hier

Heute habe ich nun endlich mein Studenten-Visum bekommen, das es mir erlaubt auch länger als 3 Monate in diesem tollen Land zu bleiben. Gleichzeitig habe ich auch endlich meinen Studentenausweis (Student ID) bekommen, mit dem ich Kopieren, Scannen, Ausleihen, Drucken und vieles mehr kann. Jetzt ist also schon die zweite Woche hier vorbei, aus meiner Sicht geht es momentan rasend schnell. Bald stehen schon die ersten Assignments an, und für Koblenz musste ich auch noch 2 Arbeiten machen. Die werde ich aber heute abschließen und kann mich dann 100% der Uni hier widmen. Das ist auch notwendig, denn fast jede Woche steht in einem anderen Fach eine Pflichtabgabe an. Alleine im Fach „Decision Support Systems“ muss ich als Leistungsnachweis

  1. Ein Literatur-Review (5 %)
  2. Eine Präsentation über ein DSS-Paradigma (20 Min) (5 %)
  3. Ein Research-Proposal (15 Seiten) (10 %)
  4. Ein eigenes Projekt (40 %) und
  5. Eine Abschlussklausur (3 h) (40 %)
erbringen. In anderen Fächern nicht ganz so viel, aber doch meist 3 verschiedene Nachweise. Also nix mit Warten bis Semesterende und dann in einer Woche für die Abschlussklausur pauken...

Aber ich will ja nicht meckern, ich habe es mir ja selbst ausgesucht. Jetzt werde ich heute noch einiges vorarbeiten für nächste Woche, denn morgen geht es ja für zwei Tage zu den wundervollen Bay of Islands. Danach kann ich euch endlich mal mit hoffentlich tollen Bildern versorgen ;)

Montag, 10. März 2008

The holy bible

Auf Anraten von Martin und ein paar anderen Studis hier habe ich mir heute den Lonely Planet Reiseführer über Neuseeland gekauft. Das Ding ist der reine Wahnsinn, so ne Art „Hitchhikers Guide to New Zealand“, also die heilige Schrift für alle Backpacker und solche, die es werden wollen. Ich habe nur mal einen kurzen Blick drüber geworfen und war ziemlich begeistert. Ich glaube jeder Quadratmeter dieses Landes wurde dort auf Benzin-, Wohn- und Bierpreise untersucht und beschrieben, wo man dort am Besten irgendwo runterspringen kann ;)
Ich poste hier mal ein Bild von der frisch gekauften Version und werde die dann in 4 Monaten mit der Version vergleichen, die dann schon alles erlebt hat.

Was ist ansonsten passiert? Tja, nicht viel. Am Freitag hatten wir eine kleine Eröffnungsparty unserer WG. Dave (ein Kiwi) ist praktischerweise Barkeeper hier in Auckland und konnte uns ein paar leckere Cocktails mixen. Anschließend ging's dann noch in die Vulcan Lane und an den Pier in diverse Clubs/Bars.
Ansonsten war an diesem Wochenende leider arbeiten angesagt. Da ich zwei Kurse gewechselt habe, musste ich mich in den Stoff einarbeiten und auch für die anderen Fächer musste ich etliche Readings lesen. Also wirklich: Wer hier her kommt, muss VIEL lesen. Nicht umsonst hat die University of Auckland den Ruf einer forschungsorientierten Universität.
Gestern habe ich dann auch mal mein erstes Coursebook gekauft: 130 Bucks (also ca. 70 Euro), nicht schlecht...

Was passiert in nächster Zeit? Am kommenden Wochenende habe ich einen zweitägigen Segeltrip zu den Bay of Islands gebucht. Dort muss es wunderschöne Buchten und Felsformationen geben. Wenn das Wetter so bleibt (strahlender Sonnenschein bei 26 Grad) wird das ein Traum. Zusätzlich habe ich mich (trotz relativ hoher Kosten) noch dazu entschieden ein Special zu buchen, bei dem ich mit Delfinen schwimmen kann. Eigentlich bin ich ja nicht so der Wassertyp, aber das wird bestimmt auch ein tolles Erlebnis.

Nächste Woche steht dann ein Wine-Tasting an, bei dem einem Winzer aus Neuseeland bei Käse und gemütlichem Beisammensein die lokalen Weinköstlichkeiten vorstellen. Ich glaube, das wird auch ganz... lecker :)

Ansonsten will ich euch nicht mit Alltäglichem langweiligen, deshalb gibt's hier auch nur News, wenn es was Spannendes über Land und Leute zu berichten gibt.

Donnerstag, 6. März 2008

Uni starts...freetime ends

Tja, jetzt wird's ernst. Ich habe die erste richtige Uni-Woche hinter mir. Was soll ich sagen: Heieiei, da kommt was auf mich zu. Seeeeehr viel Arbeit und Engagement wird hier erwartet. Zwei Kurse habe ich heute schon umgewählt, weil sie so garnicht meinen Vorstellungen und meinem Erfahrungsschatz entsprechen.



Als interdisziplinärer Student ist man hier schnell LOST in den verschiedenen Bereichen. Es ist nämlich meist so, dass die einheimischen Studenten nur ein Studienfach wählen und dann alle Klassen darin belegen (also zum Beispiel Economics, Management oder Accounting). Da ich aber Fächer aus verschiedenen Bereichen brauche, sitze ich in Kursen verschiedener Studienfächer und mich rum sitzen nur Experte, während ich eher der Generalist bin. Wie gesagt, ich habe schon umgewählt und hoffe auf das Beste.Was auf jeden Fall extremst super ist: Seit diesem Semester ist das komplett neu errichtete Business-Gebäude offen. Das sogenannte Owen G. Glenn Building sieht einfach nur gigantisch aus und ist auch so ausgestattet (siehe Bild unten). 


Es gibt glaube ich alleine über 20 Rechnerräume, 50 Seminarräume, 30 Case Study-Räume und sogar eine komplette Bank (!) ist darin (die haben laut Aushang auch nen Batzen Kohle da rein gesteckt). Das Gebäude wird auch „The Fridge“ genannt: Es ist einfach saukalt in allen Räumen!! Gerüchten zu Folge ist einer der Hauptsponsoren ein Kühlschrank-Fabrikant ;)

Ansonsten läuft alles. Habe heute ein Konto hier eröffnet, um meine Miete per Dauerauftrag überweisen zu können, mit meiner DKB-Kreditkarte kann ich leider keine Daueraufträge oversea ausführen, hätte ich mir auch denken können...
Heut nachmittag war ich dann noch im Albert Park (direkt gegenüber der Uni) und hab mich ein bisschen lesend in die Sonne gelegt. 8-)

Montag, 3. März 2008

Finally....a flat!

Na endlich!

Nachdem ich die Hoffnung schon fast aufgegeben habe, habe ich heute endlich noch ein anständiges Zimmer gefunden. Und sogar ein ziemlich Gutes!Lage direkt in Hafennähe (dort geht abends die Post ab), direkt im City Business District (zum shoppen super) und auch nur 10 Minuten Fußmarsch bis zur Uni. Auf dem Weg durchquert man die Innenstadt, um dann plötzlich zwischen Palmen und uralten Häusern entlang zu schlendern und die Uni erreicht. Traumhaft!
Die Wohnung ist im zweiten Stock und ich teile sie mir mit 7 anderen Flatmates. Das hört sich jetzt viel an, tatsächlich hat aber jeder ein sehr großes, eigenes Zimmer. Dazu gibt es zwei Bäder und eine große, gemeinsame Küche und 2 Sofas. Da noch alles recht neu renoviert ist, fehlt an manchen Ecken noch Kleinkram, der aber in den nächsten Tagen ergänzt wird. Zum Beispiel bekommt morgen jeder Mieter einen eigenen kleinen Kühlschrank für sein Zimmer, da ein großer Kühlschrank bei sovielen Leuten nicht reichen würde. Auch das Internet ist noch nicht freigeschaltet. Das sollte Ende der Woche passieren.
Ich bin gespannt, wie es sich hier lebt, die Flatmates die ich bis jetzt kennengelernt habe sind aber super nett und fünf von ihnen sind glaube ich auch Studenten.
Achja: Natürlich musste am letzten Tag in meinem Hostel noch was passieren: Ich wurde bestohlen oder einer der Room-Boys hat beim Saubermachen nicht aufgepasst. Auf jeden Fall ist mein Ring und mein Armband spurlos verschwunden, wobei ich mir 100% sicher bin, es am Abend zuvor auf den Nachttisch gelegt zu haben. Habe mich mal beim Personal beschwert und es läuft...kann nur das Beste hoffen :(

Freitag, 29. Februar 2008

What is ... New Zealand?

Willkommen zu meiner neuen Reihe „What is ...“ ;)

Hier werde ich euch immer kurze Beschreibungen davon geben, was mich hier so umgibt.
Starten wir also ganz allgemein mit : „What is ... New Zealand?“

Neuseeland, New Zealand oder Aotearoa, wie es die Ureinwohner (Maori) nennen, ist ein eigenständiger Inselstaat süd-östlich von Australien. NZL ist ein Königreich im Commenwealth of Nations, ist also recht britisch geprägt. Das merkt man vor allem an der Sprache (englisch) und am Essen (Hier gibts überall, zu allem und unter allem Toast...ungetoastet). 


Drei Hauptinselns bilden diese „grüne Insel“, wie sie auch genannt wird. Die Größten sind dabei die Nord- und Südinseln, gefolgt von der kleinen Steward Island ganz im Süden. Dazu kommen etwa 700 Mini-Inseln, wie etwa Great-Barrier Island oder Waiheke Island. Verbunden sind die Nord- und Südinsel über die Cookstraße (an der dünnsten Stelle 23km breit).
Während die Nordinsel relativ dicht besiedelt ist und das Epizentrum von Neuseeland darstellt (hier sind die Städte Auckland, Hamilton und die Hauptstadt Wellington), gilt die Südinsel als das eigentliche Herz von Neuseeland. Hier erstrecken sich kilometerweite Wiesen, Täler, Gebirge (die Southern Alps sind die höchste Bergkette Australasiens und Ozeaniens). Wer die „Herr der Ringe“-Filme kennt, kann sich das so in etwa vorstellen. Denn die Filme wurden dort größtenteils gedreht. Bekannte Orte dort unten sind unter anderem Christchurch, Dunedin (hallo Zaggl!) und die total verrückte Stadt Queenstown, die ein Mekka für Extremsportler ist. Dort kann man so ziemlich überall runterspringen, runterfahren, runtergliden, drüberspringen, wegspülen, reinspringen, einfach alles. 
Das Klima in Neuseeland ist gemäßigt, wobei auf der Nordinsel im Sommer recht schönes Wetter ist (hey, seit ich hier bin war es jeden Tag 25-29 Grad bei Sonnenschein) ist es auf der Südinsel nicht immer so schön, weil eben die South Alps die starken Westwinde (= „Roaring Forties“) abbremsen und dann zu viel Regen auf der Südinsel führen.

Die Ureinwohner von Neuseeland nennen sich selbst „Maori“. Nicht zu verwechseln mit den „Kiwis“. Das sind einfach alle Einwohner Neuseelands. Deshalb bin ich momentan gewissenmaßen auch ein Kiwi ;) Maoris sind aber Nachfahren von polynesischen Stämmen, die sich zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert hier angesiedelt haben, bevor im 17. Jahrhundert die Europäer das Land „entdeckten“ und besiedelten.
Wie man sieht, kann Neuseeland also auf keine allzu große Geschichte zurück blicken. Doch das macht den Kiwis nichts aus. Sie genießen das Leben und sind stolz auf das, was sie hier erreicht haben: Eine freundliche, teils verrückte Population in einer tollen Region.
Es gibt noch so viel mehr zu erzählen, aber ich will euch hier nur einen kleinen Überblick über meinen Aufenthaltsort geben. Genaueres könnt ihr gerne selbst erfragen oder warten bis ich zurück bin und dann nichts anderes mehr erzähle ;)

Jetzt kümmere ich mich wieder um meine Wohnungssuche, die bisher leider immernoch erfolglos verlief...

Mittwoch, 27. Februar 2008

Kia ora Auckland!


Tja, jetzt bin ich schon seit 2 1/2 Tagen in Auckland und habe mich noch nicht gemeldet. Was ist los? Er herrscht das Chaos! Naja, ganz so schlimm ist es dann auch wieder nicht, aber es gibt einfach unglaublich viel zuerledigen in dieser ersten Woche.

Momentan ist die „Orientation Week“, d.h. eine Einführungswoche für Erstis. Da das bei der größten Uni von New Zealand schon einige Studenten sind, ist das ne große Sache. Jeden Tag sind Workshops und Info-Veranstaltungen, in denen einem so ziemlich alles was man wissen muss näher gebracht wird. Die Organisation ist erstaunlich gut.
Dennoch gibt es einfach viel zu tun, was aber auch zu einem großen Teil mit meiner späten Bewerbung zusammenhängt:
  1. Visum: Hab ich noch nicht, brauche ich aber. Um das zu bekommen brauche ich aber eine...
  2. Wohnung: Hab ich auch nicht. Zurzeit wohne ich übergangsweise in einem Hostel. Das Ding ist ne ziemlich runtergekommene Bruchbude, aber zum Schlafen reichts. Zum Glück ist heute mein schnarchender Mitbewohner abgereist. Bin gespannt, wer neben mir liegt, wenn ich heute abend zurück komme. Ich hoffe, dass ich jetzt zumindest mal ein paar Tage das Zimmer alleine bewohnen darf.
  3. Meine Einschreibung verlief im Gegensatz zu vielen anderen Study Abroads total unkompliziert. Ich bin auf Anhieb in meine favorisierten Kurse gekommen. Jetzt müssen die sich nur noch als ordentlich herausstellen.
Den Jetlag hab ich auch größtenteils überwunden. In der ersten Nacht bin ich noch um 3 Uhr topfit aus den Laken gehüpft und habe eine 5-stündige Stadtwanderung gemacht. Heute morgen bin ich immerhin schon um 7 aufgestanden. Vielleicht knacke ich morgen ja die magische 9 Uhr-Grenze ;)
Weiteres folgt in Kürze. Wie gesagt, diese Woche ist noch absolut stressig. Nächste Woche sollte dann mehr Luft sein, um hier ausführlich zu berichten. Da gibt es nämlich noch Einiges.
Bis dahin freue ich mich natürlich auch, was Neues von euch zu hören.

Sonntag, 24. Februar 2008

Good Mooooooooooooorning Toooookioooooooo!



Wie ist mein erster Eindruck von Tokio? Nunja, auf jeden Fall ist es eine Erfahrung. Es ist eben eine Großstadt, eher: Eine Metropole. Zu meinem Missfallen gibt es leider recht wenig altertümliche Kultur zu bewundern. Eine schöne Tempelanlage habe ich hier vor der Tür, das war's aber auch schon. Ich wollte gestern eigentlich noch in einem Park, aber mein toller Reiseführer (Marco Polo) ist so dermaßen schlecht, dass man überhaupt nix findet. Der listet nämlich nur die Metrostation, an der man aussteigen muss. Was er jedoch verschweigt: So eine Metrostation hat ein Einzugsgebiet von ca. einem Quadratkilometer. Das Meiste konnte ich deshalb auf eigene Faust nicht finden, musste mich öfters durchfragen. Tokio ist einfach nur rieeesig. Auf dem U-Bahn-Plan ist es „nur“ eine Station zum Umsteigen, in Wirklichkeit muss man unterirdisch erstmal noch nen Kilometer zum nächsten Bahnstein laufen. Könnt euch vorstellen, wie gestern abend meine Socken gequalmt haben. Naja, gequalmt ist das falsche Wort: Ich wollte eigentlich mal schön bei nen Fließband-Sushi-Mann, aber leider konnte ich keinen finden bzw. die genialen Tipps in meinem „Hitchhikers Guide to Tokio“ stellten sich als unauffindbar raus. Das schlimmste allerdings: Selbst mit Adressenbeschreibungen kommen die Einheimischen nicht weit. Die sehen nämlich so aus: „3-15-4 Tokai-Tu, Asakusa“. Heißt: Im Stadtteil Asakusa muss das Viertel Tokai-Tu ausfindig gemacht werden (!), dann im Block 15, die 4. Straße mit der Hausnummer 3 finden. Hört sich noch einfach an, aber leider hat keiner nen Plan was wo liegt. Das ist wohl auch der Grund, warum 80% der Tokianer mit einem Handy mit Navigationssystem durch die Stadt laufen und an jeder Ecke ein Lageplan hängt, die selbst die Einheimischen mit der Handy-Cam abknipsen, um sich zurecht zu finden.