Sonntag, 24. Februar 2008

Good Mooooooooooooorning Toooookioooooooo!



Wie ist mein erster Eindruck von Tokio? Nunja, auf jeden Fall ist es eine Erfahrung. Es ist eben eine Großstadt, eher: Eine Metropole. Zu meinem Missfallen gibt es leider recht wenig altertümliche Kultur zu bewundern. Eine schöne Tempelanlage habe ich hier vor der Tür, das war's aber auch schon. Ich wollte gestern eigentlich noch in einem Park, aber mein toller Reiseführer (Marco Polo) ist so dermaßen schlecht, dass man überhaupt nix findet. Der listet nämlich nur die Metrostation, an der man aussteigen muss. Was er jedoch verschweigt: So eine Metrostation hat ein Einzugsgebiet von ca. einem Quadratkilometer. Das Meiste konnte ich deshalb auf eigene Faust nicht finden, musste mich öfters durchfragen. Tokio ist einfach nur rieeesig. Auf dem U-Bahn-Plan ist es „nur“ eine Station zum Umsteigen, in Wirklichkeit muss man unterirdisch erstmal noch nen Kilometer zum nächsten Bahnstein laufen. Könnt euch vorstellen, wie gestern abend meine Socken gequalmt haben. Naja, gequalmt ist das falsche Wort: Ich wollte eigentlich mal schön bei nen Fließband-Sushi-Mann, aber leider konnte ich keinen finden bzw. die genialen Tipps in meinem „Hitchhikers Guide to Tokio“ stellten sich als unauffindbar raus. Das schlimmste allerdings: Selbst mit Adressenbeschreibungen kommen die Einheimischen nicht weit. Die sehen nämlich so aus: „3-15-4 Tokai-Tu, Asakusa“. Heißt: Im Stadtteil Asakusa muss das Viertel Tokai-Tu ausfindig gemacht werden (!), dann im Block 15, die 4. Straße mit der Hausnummer 3 finden. Hört sich noch einfach an, aber leider hat keiner nen Plan was wo liegt. Das ist wohl auch der Grund, warum 80% der Tokianer mit einem Handy mit Navigationssystem durch die Stadt laufen und an jeder Ecke ein Lageplan hängt, die selbst die Einheimischen mit der Handy-Cam abknipsen, um sich zurecht zu finden.


1 Kommentar:

MB hat gesagt…

Lonely Planet Reiseführer hab ich doch gesagt ;) Standardausrüstung. Alles andere kannst du vergessen :) Viel Spaß noch