Freitag, 29. Februar 2008

What is ... New Zealand?

Willkommen zu meiner neuen Reihe „What is ...“ ;)

Hier werde ich euch immer kurze Beschreibungen davon geben, was mich hier so umgibt.
Starten wir also ganz allgemein mit : „What is ... New Zealand?“

Neuseeland, New Zealand oder Aotearoa, wie es die Ureinwohner (Maori) nennen, ist ein eigenständiger Inselstaat süd-östlich von Australien. NZL ist ein Königreich im Commenwealth of Nations, ist also recht britisch geprägt. Das merkt man vor allem an der Sprache (englisch) und am Essen (Hier gibts überall, zu allem und unter allem Toast...ungetoastet). 


Drei Hauptinselns bilden diese „grüne Insel“, wie sie auch genannt wird. Die Größten sind dabei die Nord- und Südinseln, gefolgt von der kleinen Steward Island ganz im Süden. Dazu kommen etwa 700 Mini-Inseln, wie etwa Great-Barrier Island oder Waiheke Island. Verbunden sind die Nord- und Südinsel über die Cookstraße (an der dünnsten Stelle 23km breit).
Während die Nordinsel relativ dicht besiedelt ist und das Epizentrum von Neuseeland darstellt (hier sind die Städte Auckland, Hamilton und die Hauptstadt Wellington), gilt die Südinsel als das eigentliche Herz von Neuseeland. Hier erstrecken sich kilometerweite Wiesen, Täler, Gebirge (die Southern Alps sind die höchste Bergkette Australasiens und Ozeaniens). Wer die „Herr der Ringe“-Filme kennt, kann sich das so in etwa vorstellen. Denn die Filme wurden dort größtenteils gedreht. Bekannte Orte dort unten sind unter anderem Christchurch, Dunedin (hallo Zaggl!) und die total verrückte Stadt Queenstown, die ein Mekka für Extremsportler ist. Dort kann man so ziemlich überall runterspringen, runterfahren, runtergliden, drüberspringen, wegspülen, reinspringen, einfach alles. 
Das Klima in Neuseeland ist gemäßigt, wobei auf der Nordinsel im Sommer recht schönes Wetter ist (hey, seit ich hier bin war es jeden Tag 25-29 Grad bei Sonnenschein) ist es auf der Südinsel nicht immer so schön, weil eben die South Alps die starken Westwinde (= „Roaring Forties“) abbremsen und dann zu viel Regen auf der Südinsel führen.

Die Ureinwohner von Neuseeland nennen sich selbst „Maori“. Nicht zu verwechseln mit den „Kiwis“. Das sind einfach alle Einwohner Neuseelands. Deshalb bin ich momentan gewissenmaßen auch ein Kiwi ;) Maoris sind aber Nachfahren von polynesischen Stämmen, die sich zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert hier angesiedelt haben, bevor im 17. Jahrhundert die Europäer das Land „entdeckten“ und besiedelten.
Wie man sieht, kann Neuseeland also auf keine allzu große Geschichte zurück blicken. Doch das macht den Kiwis nichts aus. Sie genießen das Leben und sind stolz auf das, was sie hier erreicht haben: Eine freundliche, teils verrückte Population in einer tollen Region.
Es gibt noch so viel mehr zu erzählen, aber ich will euch hier nur einen kleinen Überblick über meinen Aufenthaltsort geben. Genaueres könnt ihr gerne selbst erfragen oder warten bis ich zurück bin und dann nichts anderes mehr erzähle ;)

Jetzt kümmere ich mich wieder um meine Wohnungssuche, die bisher leider immernoch erfolglos verlief...

Mittwoch, 27. Februar 2008

Kia ora Auckland!


Tja, jetzt bin ich schon seit 2 1/2 Tagen in Auckland und habe mich noch nicht gemeldet. Was ist los? Er herrscht das Chaos! Naja, ganz so schlimm ist es dann auch wieder nicht, aber es gibt einfach unglaublich viel zuerledigen in dieser ersten Woche.

Momentan ist die „Orientation Week“, d.h. eine Einführungswoche für Erstis. Da das bei der größten Uni von New Zealand schon einige Studenten sind, ist das ne große Sache. Jeden Tag sind Workshops und Info-Veranstaltungen, in denen einem so ziemlich alles was man wissen muss näher gebracht wird. Die Organisation ist erstaunlich gut.
Dennoch gibt es einfach viel zu tun, was aber auch zu einem großen Teil mit meiner späten Bewerbung zusammenhängt:
  1. Visum: Hab ich noch nicht, brauche ich aber. Um das zu bekommen brauche ich aber eine...
  2. Wohnung: Hab ich auch nicht. Zurzeit wohne ich übergangsweise in einem Hostel. Das Ding ist ne ziemlich runtergekommene Bruchbude, aber zum Schlafen reichts. Zum Glück ist heute mein schnarchender Mitbewohner abgereist. Bin gespannt, wer neben mir liegt, wenn ich heute abend zurück komme. Ich hoffe, dass ich jetzt zumindest mal ein paar Tage das Zimmer alleine bewohnen darf.
  3. Meine Einschreibung verlief im Gegensatz zu vielen anderen Study Abroads total unkompliziert. Ich bin auf Anhieb in meine favorisierten Kurse gekommen. Jetzt müssen die sich nur noch als ordentlich herausstellen.
Den Jetlag hab ich auch größtenteils überwunden. In der ersten Nacht bin ich noch um 3 Uhr topfit aus den Laken gehüpft und habe eine 5-stündige Stadtwanderung gemacht. Heute morgen bin ich immerhin schon um 7 aufgestanden. Vielleicht knacke ich morgen ja die magische 9 Uhr-Grenze ;)
Weiteres folgt in Kürze. Wie gesagt, diese Woche ist noch absolut stressig. Nächste Woche sollte dann mehr Luft sein, um hier ausführlich zu berichten. Da gibt es nämlich noch Einiges.
Bis dahin freue ich mich natürlich auch, was Neues von euch zu hören.

Sonntag, 24. Februar 2008

Good Mooooooooooooorning Toooookioooooooo!



Wie ist mein erster Eindruck von Tokio? Nunja, auf jeden Fall ist es eine Erfahrung. Es ist eben eine Großstadt, eher: Eine Metropole. Zu meinem Missfallen gibt es leider recht wenig altertümliche Kultur zu bewundern. Eine schöne Tempelanlage habe ich hier vor der Tür, das war's aber auch schon. Ich wollte gestern eigentlich noch in einem Park, aber mein toller Reiseführer (Marco Polo) ist so dermaßen schlecht, dass man überhaupt nix findet. Der listet nämlich nur die Metrostation, an der man aussteigen muss. Was er jedoch verschweigt: So eine Metrostation hat ein Einzugsgebiet von ca. einem Quadratkilometer. Das Meiste konnte ich deshalb auf eigene Faust nicht finden, musste mich öfters durchfragen. Tokio ist einfach nur rieeesig. Auf dem U-Bahn-Plan ist es „nur“ eine Station zum Umsteigen, in Wirklichkeit muss man unterirdisch erstmal noch nen Kilometer zum nächsten Bahnstein laufen. Könnt euch vorstellen, wie gestern abend meine Socken gequalmt haben. Naja, gequalmt ist das falsche Wort: Ich wollte eigentlich mal schön bei nen Fließband-Sushi-Mann, aber leider konnte ich keinen finden bzw. die genialen Tipps in meinem „Hitchhikers Guide to Tokio“ stellten sich als unauffindbar raus. Das schlimmste allerdings: Selbst mit Adressenbeschreibungen kommen die Einheimischen nicht weit. Die sehen nämlich so aus: „3-15-4 Tokai-Tu, Asakusa“. Heißt: Im Stadtteil Asakusa muss das Viertel Tokai-Tu ausfindig gemacht werden (!), dann im Block 15, die 4. Straße mit der Hausnummer 3 finden. Hört sich noch einfach an, aber leider hat keiner nen Plan was wo liegt. Das ist wohl auch der Grund, warum 80% der Tokianer mit einem Handy mit Navigationssystem durch die Stadt laufen und an jeder Ecke ein Lageplan hängt, die selbst die Einheimischen mit der Handy-Cam abknipsen, um sich zurecht zu finden.


Samstag, 23. Februar 2008

Konishi-Wah aus Tokyo!


Jetzt geht's loooooos. Tja, die erste Etappe meines Auslandssemesters ist gestartet. Natürlich gibt es noch jede Menge zur Vorbereitung und den Problemen und Vorfreuden zu sagen. Aber das wird alles häppcheweise nachgereicht. Vor dem Abflug war Stress pur bei mir angesagt. Auch dazu später mehr.

Im Moment will ich mich nur schnell aus Tokyo zu Wort melden. Morgen geht es weiter nach Auckland und dann beginnt mein Leben als "Teilzeit-Kiwi" :)
Würde mich freuen, wenn ihr hier mal ab und zu reinschaut und mir auch manchmal ne Nachricht hinterlasst.
Sajoh-Nala!
- Matze