Mittwoch, 26. März 2008

On the road: Far north / Cape Reinga

Die Easter breaks sind seit heute vorbei und es liegt ein super Wochenende hinter mir. Von Sonntag bis Dienstag war ich mit Ken, Philipp, Henning, Dave, Chris, Liz und Brittany auf dem nördlichsten Teil der Nordinsel unterwegs. Dafür haben wir uns zwei Autos gemietet und sind die Westküste hoch und die Ostküste runter gefahren. Vorbei ging es an Urwäldern mit Mammutbäumen, Küstenlandschaften mit traumhaften Stränden, ungeteerten Straßen (armer Autovermieter), halb verlassenen Dörfern und Wüstenartigen Sanddünen.

Und da Bilder mehr als tausend Worte sagen und Videos noch eins drauf legen, verzichte ich auf einen ausführlichen Reisebericht und lasse lieber die laufenden Bilder sprechen.
Wer genauere Infos zu den Reisezielen will, kann mich wie immer gerne persönlich fragen. Und jetzt Film ab:


Samstag, 22. März 2008

Relaxing days

Nachdem diese Woche für mich total stressig war (den Economics-Kurs habe ich auf Grund des hohen Niveaus bzw. wegen meines niedrigen Vorwissens so gut wie abgehakt) stand die letzten Tage mal ein wenig Entspannen auf dem Plan. Nach meinem Trip zu den Bay of Islands hat sich bei mir ein wenig der Knoten gelockert und ich versuche, so viel wie möglich mitzunehmen.
Gestern war ich deshalb mit Andi, Ryan und Maria zum Piha-Beach gefahren und habe den Mittag damit verbracht mich in der Sonne zu brutzeln und im klasklaren Meer mit irren Wellen zu plantschen.
Der Sand hier ist allerdings nicht weiß sondern sehr schwarz. Das hängt damit zusammen, dass Neuseeland durch Vulkaneroptionen entstanden ist (deshalb ist es hier auch so hügelig) und der Sand deshalb einen extrem hohen Eisengehalt aufweist. Trotz der „schmutzigen“ Farbe ist der Sand aber wahnsinnig fein und auch im Wasser war nirgendwo auch das kleinste Steinchen zu finden. Natürlich habe ich mir einen kleinen Sonnenbrand geholt, trotz sorgfältigster Sonnencreme-Vorbereitung mit Lichtschutzfaktor 30. Hier gibt es einfach keine Ozonschicht!

Abends haben wir dann in unserer Wohnung noch Lisas Geburtstag gefeiert (samt Eigenkreations-Cocktail „Wicked Kiwi“, a hell of a drink) und sind danach ein wenig in einen Club im Skycity (Entertainment-Center neben Skytower).

Heute ging es dann weiter, denn wir haben beschlossen, uns mal ein Rugby-Spiel im Stadion anzuschauen. The Blues vs. Stormers, wobei die Blues auf Auckland sind und die Stormers aus Südafrika rüberkamen. In dieser Liga spielen glaube ich Kiwis, Aussis und Südafrika-Teams. Vergleichbar mit einem deutschen Fussball-Match ist das aber nicht. Wir waren in Stimmungslaune, wurden allerdings eher zurecht gewiesen anstatt angefeuert („SIT DOOOOOOWN“). 
Dafür sind die Fans und die Stimmung aber wesentlich friedlicher, Rugby ist Familiensport, es gab sehr viele Familien, die mit ihren Kids dort gemütlich im Stadion gehockt haben und ihr Hotdog gefuttert und das Spiel geschaut haben. Für den Kauf von vier Bier hat man auch einen dieser lustigen Hüte bekommen. Witzige Idee und nettes Product Placement für Freights (die Biermarke), denn in jede Fernsehkamera hat ein blauer Cowboyhut gelacht. Achja, die Blues haben natürlich gewonnen: 17 : 14 in der letzten Minute durch einen Freistoß, Kick oder was auch immer. 
Kapiert habe nämlich irgendwie wenig, aber darum geht es bei diesem Spiel denke ich auch nicht ;)


Morgen früh geht es los mit unserem Roadtrip über die nördliche Nordinsel, nach Ostern gibt es dann einen Bericht!


Mittwoch, 19. März 2008

On the road: Bay of Islands

Ich schulde euch noch einen Bericht 
zu meinem Wochenend-Trip zu den Bay of Islands. Sorry, aber diese Woche ist echt stressig und außerdem wollte ich noch auf ein paar Fotos von Henning warten, aber ich poste trotzdem schonmal und ergänze dann vielleicht später noch ein paar Fotos.
Die Bay of Islands sind eine Inselgruppe, bestehend aus ca. 150 Inseln die im Nord-Osten Neuseelands liegen und besonders beliebt bei Seglern und reichen Businessmen sind, die sich dort die ein oder andere Insel gekauft haben und dort die Wochenenden verbringen.
Los ging's am Samstag morgen in aller Frühe, Treffpunkt Auckland Harbour. Von da aus wurden wir mit dem Bus nach Pahia gekutscht (4 h Fahrt). Pahia ist sozusagen der Umschlagpunkt für alle Aktivitäten, die man dort machen machen kann. Besonders beliebt sind sogannte „Swim with Dolphin“-Trips, also die Möglichkeit in einer Bucht mit Delfinen zu schwimmen. Das wollte ich natürlich ausprobieren und haben einen Trip für umgerechnet 50 Euro gebucht. Das enttäuschende Ergebnis: Keine Delfine weit und breit :( Wir sind ca. 4 Stunden durch die ganzen Buchten und um die Inseln getuckert, konnten aber leider keine Delfine ausfindig machen. Der Reiseleiter meinte, das würde eben manchmal vorkommen. Als Entschädigung haben wir einen Gutschein bekommen, den Trip ein anderes Mal zu wiederholen...toll für uns Touristen, die wahrscheinlich in ihrem Leben nie wieder dort auftauchen werden. Dementsprechend enttäuscht und verärgert war ich also am Abend. Wir sind dann zurück ins Hostel (8 Mann Zimmer) und waren etwas trinken (auch wenn Pahia der Umschlagpunkt ist, dort gibt es nur 2-3 Bars) und haben unser ausgiebiges Burger-Dinner genossen. Auch wenn der Tag nicht so anstrengend war, war ich doch abends total fertig und bin dementsprechend früh ins Bett, denn der nächste Tag sollte ja erst richtig interessant werden.
Sonntag stand nämlich Segeln auf dem Programm. OK, damit keine falschen Vorstellungen aufkommen: Das war schon ne Art Massenveranstaltung. Wir hatten einen großen Katamaran („On the edge"), auf dem gut 50 Leute Platz fanden. Skeptisch ging es also los. Das soll Spaß machen mit so vielen Leuten? Außerdem war es noch arg bewölkt. Aber es stellte sich dennoch als einzigartiger Trip heraus. Sobald die Segel gesetzt und der Katamaran Fahrt aufgenommen hatte ging's wirklich ab. Nach 2 Stunden Segeltörn haben wir dann vor einer wunderschönen Bucht die Anker geworfen und den Grill an Bord angeschmissen. 
Nachdem jeder gesättigt war, wurden wir dann mit Motorbooten an Land gebracht und konnten ein wenig die Insel erkundigen. Leider hat wir nicht sooo viel Zeit, also sind wir nur kurz einen Pfad entlanggelaufen um dann an einem unglaublichen Aussichtspunkt Stop zu machen. Einfach nur Wahnsinn. Da wurde mir dann erst einmal richtig bewusst, dass ich gerade in Neuseeland bin. 

Anschließend war ich noch ein wenig Schnorcheln, aber aus Zeitgründen konnte ich nicht soweit raus, dass ich irgendwelche Fische finden konnte.
Danach ging es zurück auf den Katamaran und mit Highspeed zurück nach Pahia. Auf dem Rückweg hatten wir dabei einen Wahnsinnswind, es hat irre Spaß gemacht vorne an der Rehling zu stehen und sich den Wind um die Ohren pfeifen zu lassen.

Alles in allem also doch noch ein sehr tolles Wochenende, das Lust auf mehr macht. Doch diese Woche stand erstmal Stress an, 3 Arbeiten musste ich für diese Woche schon machen. Morgen werde ich mir noch Karten für ein Rugby-Spiel am Samstag abend kaufen und von Sonntag - Dienstag werde ich dann mit Ken, einem Freund von Ken, Brittany und Till nen Roadtrip über den nordlichen Teil der Nordinsel machen. Bericht folgt ;)

Freitag, 14. März 2008

Jetzt auch offiziell hier

Heute habe ich nun endlich mein Studenten-Visum bekommen, das es mir erlaubt auch länger als 3 Monate in diesem tollen Land zu bleiben. Gleichzeitig habe ich auch endlich meinen Studentenausweis (Student ID) bekommen, mit dem ich Kopieren, Scannen, Ausleihen, Drucken und vieles mehr kann. Jetzt ist also schon die zweite Woche hier vorbei, aus meiner Sicht geht es momentan rasend schnell. Bald stehen schon die ersten Assignments an, und für Koblenz musste ich auch noch 2 Arbeiten machen. Die werde ich aber heute abschließen und kann mich dann 100% der Uni hier widmen. Das ist auch notwendig, denn fast jede Woche steht in einem anderen Fach eine Pflichtabgabe an. Alleine im Fach „Decision Support Systems“ muss ich als Leistungsnachweis

  1. Ein Literatur-Review (5 %)
  2. Eine Präsentation über ein DSS-Paradigma (20 Min) (5 %)
  3. Ein Research-Proposal (15 Seiten) (10 %)
  4. Ein eigenes Projekt (40 %) und
  5. Eine Abschlussklausur (3 h) (40 %)
erbringen. In anderen Fächern nicht ganz so viel, aber doch meist 3 verschiedene Nachweise. Also nix mit Warten bis Semesterende und dann in einer Woche für die Abschlussklausur pauken...

Aber ich will ja nicht meckern, ich habe es mir ja selbst ausgesucht. Jetzt werde ich heute noch einiges vorarbeiten für nächste Woche, denn morgen geht es ja für zwei Tage zu den wundervollen Bay of Islands. Danach kann ich euch endlich mal mit hoffentlich tollen Bildern versorgen ;)

Montag, 10. März 2008

The holy bible

Auf Anraten von Martin und ein paar anderen Studis hier habe ich mir heute den Lonely Planet Reiseführer über Neuseeland gekauft. Das Ding ist der reine Wahnsinn, so ne Art „Hitchhikers Guide to New Zealand“, also die heilige Schrift für alle Backpacker und solche, die es werden wollen. Ich habe nur mal einen kurzen Blick drüber geworfen und war ziemlich begeistert. Ich glaube jeder Quadratmeter dieses Landes wurde dort auf Benzin-, Wohn- und Bierpreise untersucht und beschrieben, wo man dort am Besten irgendwo runterspringen kann ;)
Ich poste hier mal ein Bild von der frisch gekauften Version und werde die dann in 4 Monaten mit der Version vergleichen, die dann schon alles erlebt hat.

Was ist ansonsten passiert? Tja, nicht viel. Am Freitag hatten wir eine kleine Eröffnungsparty unserer WG. Dave (ein Kiwi) ist praktischerweise Barkeeper hier in Auckland und konnte uns ein paar leckere Cocktails mixen. Anschließend ging's dann noch in die Vulcan Lane und an den Pier in diverse Clubs/Bars.
Ansonsten war an diesem Wochenende leider arbeiten angesagt. Da ich zwei Kurse gewechselt habe, musste ich mich in den Stoff einarbeiten und auch für die anderen Fächer musste ich etliche Readings lesen. Also wirklich: Wer hier her kommt, muss VIEL lesen. Nicht umsonst hat die University of Auckland den Ruf einer forschungsorientierten Universität.
Gestern habe ich dann auch mal mein erstes Coursebook gekauft: 130 Bucks (also ca. 70 Euro), nicht schlecht...

Was passiert in nächster Zeit? Am kommenden Wochenende habe ich einen zweitägigen Segeltrip zu den Bay of Islands gebucht. Dort muss es wunderschöne Buchten und Felsformationen geben. Wenn das Wetter so bleibt (strahlender Sonnenschein bei 26 Grad) wird das ein Traum. Zusätzlich habe ich mich (trotz relativ hoher Kosten) noch dazu entschieden ein Special zu buchen, bei dem ich mit Delfinen schwimmen kann. Eigentlich bin ich ja nicht so der Wassertyp, aber das wird bestimmt auch ein tolles Erlebnis.

Nächste Woche steht dann ein Wine-Tasting an, bei dem einem Winzer aus Neuseeland bei Käse und gemütlichem Beisammensein die lokalen Weinköstlichkeiten vorstellen. Ich glaube, das wird auch ganz... lecker :)

Ansonsten will ich euch nicht mit Alltäglichem langweiligen, deshalb gibt's hier auch nur News, wenn es was Spannendes über Land und Leute zu berichten gibt.

Donnerstag, 6. März 2008

Uni starts...freetime ends

Tja, jetzt wird's ernst. Ich habe die erste richtige Uni-Woche hinter mir. Was soll ich sagen: Heieiei, da kommt was auf mich zu. Seeeeehr viel Arbeit und Engagement wird hier erwartet. Zwei Kurse habe ich heute schon umgewählt, weil sie so garnicht meinen Vorstellungen und meinem Erfahrungsschatz entsprechen.



Als interdisziplinärer Student ist man hier schnell LOST in den verschiedenen Bereichen. Es ist nämlich meist so, dass die einheimischen Studenten nur ein Studienfach wählen und dann alle Klassen darin belegen (also zum Beispiel Economics, Management oder Accounting). Da ich aber Fächer aus verschiedenen Bereichen brauche, sitze ich in Kursen verschiedener Studienfächer und mich rum sitzen nur Experte, während ich eher der Generalist bin. Wie gesagt, ich habe schon umgewählt und hoffe auf das Beste.Was auf jeden Fall extremst super ist: Seit diesem Semester ist das komplett neu errichtete Business-Gebäude offen. Das sogenannte Owen G. Glenn Building sieht einfach nur gigantisch aus und ist auch so ausgestattet (siehe Bild unten). 


Es gibt glaube ich alleine über 20 Rechnerräume, 50 Seminarräume, 30 Case Study-Räume und sogar eine komplette Bank (!) ist darin (die haben laut Aushang auch nen Batzen Kohle da rein gesteckt). Das Gebäude wird auch „The Fridge“ genannt: Es ist einfach saukalt in allen Räumen!! Gerüchten zu Folge ist einer der Hauptsponsoren ein Kühlschrank-Fabrikant ;)

Ansonsten läuft alles. Habe heute ein Konto hier eröffnet, um meine Miete per Dauerauftrag überweisen zu können, mit meiner DKB-Kreditkarte kann ich leider keine Daueraufträge oversea ausführen, hätte ich mir auch denken können...
Heut nachmittag war ich dann noch im Albert Park (direkt gegenüber der Uni) und hab mich ein bisschen lesend in die Sonne gelegt. 8-)

Montag, 3. März 2008

Finally....a flat!

Na endlich!

Nachdem ich die Hoffnung schon fast aufgegeben habe, habe ich heute endlich noch ein anständiges Zimmer gefunden. Und sogar ein ziemlich Gutes!Lage direkt in Hafennähe (dort geht abends die Post ab), direkt im City Business District (zum shoppen super) und auch nur 10 Minuten Fußmarsch bis zur Uni. Auf dem Weg durchquert man die Innenstadt, um dann plötzlich zwischen Palmen und uralten Häusern entlang zu schlendern und die Uni erreicht. Traumhaft!
Die Wohnung ist im zweiten Stock und ich teile sie mir mit 7 anderen Flatmates. Das hört sich jetzt viel an, tatsächlich hat aber jeder ein sehr großes, eigenes Zimmer. Dazu gibt es zwei Bäder und eine große, gemeinsame Küche und 2 Sofas. Da noch alles recht neu renoviert ist, fehlt an manchen Ecken noch Kleinkram, der aber in den nächsten Tagen ergänzt wird. Zum Beispiel bekommt morgen jeder Mieter einen eigenen kleinen Kühlschrank für sein Zimmer, da ein großer Kühlschrank bei sovielen Leuten nicht reichen würde. Auch das Internet ist noch nicht freigeschaltet. Das sollte Ende der Woche passieren.
Ich bin gespannt, wie es sich hier lebt, die Flatmates die ich bis jetzt kennengelernt habe sind aber super nett und fünf von ihnen sind glaube ich auch Studenten.
Achja: Natürlich musste am letzten Tag in meinem Hostel noch was passieren: Ich wurde bestohlen oder einer der Room-Boys hat beim Saubermachen nicht aufgepasst. Auf jeden Fall ist mein Ring und mein Armband spurlos verschwunden, wobei ich mir 100% sicher bin, es am Abend zuvor auf den Nachttisch gelegt zu haben. Habe mich mal beim Personal beschwert und es läuft...kann nur das Beste hoffen :(